Ist die Angst begründet?
Wenn die Medien voller schlechter, negativer Nachrichten sind, ändert sich unweigerlich Ihre Sicht auf die Welt. Auch wer eine grundsätzlich positive Lebenseinstellung hat, kommt manchmal ins Grübeln. Manchmal breitet sich sogar Angst aus, Pläne werden abgesagt, Zeit wird alleine verbracht. Ist die Angst vor Epidemien berechtigt, diese Frage stellen sich viele Menschen. Die Antwort darauf kann im Prinzip „Nein“ lauten, denn die Menschheit hat schon immer eine Antwort auf alle Bedrohungen gehabt. Angst ist also nicht angebracht, aber große Vorsicht: Vorsicht ist geboten, besonders wenn man einer Risikogruppe angehört oder ein gewisses Alter erreicht hat, in dem das eigene Immunsystem langsam schwächelt.
Der Eingriff in den Alltag
Schlechte Nachrichten, Warnungen und düstere Prognosen beeinflussen den Alltag, ob man will oder nicht. Manchmal kommt es auf kleine, eigentlich unwichtige Dinge an, etwa ob sich die Maske reinigen lässt und wenn ja, ob die versprochene Leistung des Filters danach nachlässt oder nicht. Am besten ist es wohl, wenn Sie jetzt und in Zukunft eine gewisse Widerstandsfähigkeit gegen die in den Medien oft übertriebenen alltäglichen Gefahren mitbringen. Es lohnt sich, vor jeder Aktion nachzudenken und den Austausch mit Gleichgesinnten zu suchen. Nur weil eine bestimmte Bedrohungslage vorherrscht, heißt das noch lange nicht, dass sie fortan jedes Denken und Handeln beeinflussen kann. Natürlich muss die Zusammenarbeit im Interesse der Allgemeinheit sein, und das bedeutet manchmal, sich etwas zurückzunehmen, um seine Mitmenschen zu schützen.
Wissen gegen Angst
Bewusster durch den Alltag zu gehen bedeutet auch, dass der Einzelne genau weiß, wie es geht. Fehlinformationen führen oft dazu, das Falsche zu tun, in dem Glauben, das Richtige getan zu haben. Zu wissen, was man weiß, ist der beste Weg, sich zu schützen. Dies gilt nicht nur für eine konkrete Bedrohung, sondern auch für medizinische Probleme im Alltag. Wer weiß, welches Vitamin die Pfunde purzeln lässt, wird dieses Wissen nutzen, um in Zukunft stärker, schlanker und ausdauernder durchs Leben zu gehen. Auch das eigene Wissen ist eine Barriere, die immer dann gebraucht wird, wenn die Panik wieder zuschlägt. Ein klarer Kopf, etwas Grundwissen und der Wille, sich ständig zu verbessern, sind die wichtigsten Stäbe, um sich wirklich sicher fühlen zu können. Bei Panikmeldungen und Spontanreaktionen ist das eigene Wissen eher ein Zugang zu mehr Vorsicht als die allgemein gebräuchliche und meist durchaus praktische Schwarmintelligenz.
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