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Mit neuem Schweizer Rekord – Unleashed gewann Kälin Bronze an der Europameisterschaft im Siebenkampf – Sport

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Die Bündner Siebenkämpferin gewann mit neuem Schweizer Rekord ihre erste Medaille an einem grossen Wettkampf in München.

    Annik Kälin war an der EM in München für die erste EM-Medaille der Schweiz im Siebenkampf verantwortlich. Graubünden stellte im 800-m-Finale eine neue persönliche Bestleistung auf und sicherte sich dank dieser starken Leistung die Bronzemedaille.

    Mit insgesamt 6515 Punkten verbesserte sie auch ihren Schweizer Rekord, den sie an der WM in Eugene aufgestellt hatte. In Oregon sammelte Kälin auf Platz 6 insgesamt 6464 Punkte.

800m bis zum Zünglein an der Waage

    Die 800 m zu laufen, ist nicht wirklich eine von Kälins Stärken. Im Kampf um das Edelmetall gegen ihre beiden direkten Konkurrentinnen Adriana Sulek und Nur Widts wurde deutlich, dass die 22-Jährige ihre persönliche Bestleistung schlagen musste, um überhaupt eine Chance auf das Edelmetall zu haben. Kälin, die vor dem letzten 7-Wettkampf den Zwischenplatz 2 belegt hatte, tat dies eindrucksvoll. Mit einer Zeit von 2:13,73 verbesserte sie ihre Bestzeit um gut 3,5 Sekunden.

    Der Pole Sulek, der die 800 m gewann, überholte Kelin. Die Belgierin Vidts ließ die Schweizerin dank ihres Schlages im Stadion-Doppel hinter sich. Am Ende lag Kälin nur 17 Punkte hinter Silbersiegerin Sulek, während die Belgierin 48 Punkte hinter ihr lag.

Ein langer Sprung wie das Öffnen einer Tür

    Dank eines starken Weitsprungs konnte Kellyn im 800-Meter-Finale von einer Medaille träumen. Beim 5. Springen sprang sie 6,73 m und so weit wie nie zuvor in ihrer Karriere. Im Speerwurf blieb Kellyn mit 46,72 m hinter den Erwartungen zurück, verbesserte sich jedoch vor dem abschließenden Bukett in der Doppelrunde des Stadions vom 3. auf den 2. Zwischenplatz. Die Niederländerin Anouk Vetter, die als starke Speerwerferin gilt, nahm an der 6. Veranstaltung nicht teil.

Kelin hat am Mittwoch die Weichen für die 10. Medaille der Schweiz an der laufenden Europameisterschaft gestellt. Mit der besten Zeit aller Athletinnen im 100-Meter-Hürdenlauf startete sie hervorragend in den Wettkampf. Auch im Hochsprung (1,74 m) und über 200 m (24,14 Sek.) erzielte der Bündner starke Ergebnisse.

Gold für Top-Favorit Thiam

Die Goldmedaille ging an Top-Favorit Nafisatu Thiam. Die hochdekorierte Belgierin zeigte vor allem am zweiten Tag durchschnittliche Konkurrenz für ihre Standards. Der zweite EM-Titel des 27-Jährigen, der auch zweifacher Olympiasieger und zweifacher Weltmeister ist, war nie ernsthaft in Gefahr.

Thiam setzte sich mit insgesamt 6628 Punkten durch. Bei der Weltmeisterschaft in Eugene erzielte der 27-jährige Athlet 6947 Punkte.