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Möchten Sie länger leben? 7 Tricks, wie Sie Ihr Leben verlängern können

Natürlich halten uns gute Ernährung und Bewegung in Form, aber wussten Sie, dass Freundlichkeit und eine glückliche Ehe für ein langes Leben genauso wichtig sind?

Lange Lebensdauer – Werbeversprechen oder Realität?

Die heutigen Medien versprechen uns viel: Nimm diese Pille, iss dieses Superfood und du bleibst gesund und bist fit fürs Alter! Ihre Zellen werden sich sogar verjüngen, wenn Sie dies und das tun!

Aus Marketing-Sicht klingt das fantastisch! Kaufen Sie schnell und einfach etwas, essen Sie regelmäßig und nichts stört die Langlebigkeit. Eine optimale Lösung, perfekt angepasst an unseren hektischen Alltag, in dem wir so viel „Qualität“ wie möglich einbauen wollen. Aber sind das wirklich die Dinge, die am Ende für ein langes Leben sorgen? Oder geben uns die Dinge, die wir mit Geld nicht kaufen können, ein langes Leben?

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Studien zeigen, dass Bewegung und Ernährung zwar wichtig für das körperliche Wohlbefinden und ein langes Leben sein können, aber nicht so wichtig sind, wie wir immer denken. Stattdessen hat sich gezeigt, dass die Unterstützung von Familie und Freunden das Sterberisiko um etwa 45 Prozent senken kann. Bewegung reduziert das Risiko „nur“ um 23 bis 33 Prozent.

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Natürlich sind diese Zahlen immer mit Vorsicht zu genießen, aber sie geben allen Grund, sich die Faktoren der Langlebigkeit genauer anzusehen.

Diese Aufgaben übernahm die kanadisch-polnische Wissenschaftsjournalistin Marta Zaraska. Sie schreibt unter anderem für die Washington Post und die Los Angeles Times und behandelt Themen wie Ernährung und Psychologie. In ihrem Buch What Keeps Us Young analysiert sie zahlreiche Studien zum Thema Altern und erklärt, mit welchen Lebensgewohnheiten wir unser Leben verlängern können.

7 Faktoren, die uns länger leben lassen

1. Glückliche Ehe

Harte Beweise bestätigen, dass Verheiratete ein geringeres Risiko haben, an Herzproblemen, Krebs und Alzheimer zu erkranken. Positive Effekte sind auf die Schlafqualität und das Ansprechen auf eine Influenza-Impfung festzustellen.

Wird die Ehe hingegen mit geringer Zufriedenheit betrachtet, können bei beiden Partnern physiologische Prozesse beobachtet werden, die zu Diabetes, erhöhten Entzündungswerten, einem schwachen Immunsystem und sogar schlechten Zähnen führen können.

Wenn Sie also jeden Tag an einer komfortablen Ehe arbeiten, können Sie sogar ein langes Leben als Paar genießen.

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2. Großes soziales Umfeld

Soziale Beziehungen fördern unsere Gesundheit! Das enge Netzwerk von Freunden und Familie reduziert das Risiko von Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetes und sogar Schwangerschaftskomplikationen.

Eine groß angelegte Studie von Alameda, Kalifornien, fand heraus, dass Menschen mit geringen sozialen Kontakten in den nächsten sieben Jahren dreimal häufiger sterben als Menschen mit mehr Kontakt zu Freunden und Familie.

Mittlerweile hat sogar die Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf diese zahlreichen Umfrageergebnisse reagiert und den Einflussfaktor „soziale Unterstützungsnetzwerke“ in die Liste der „Determinanten von Gesundheit“ aufgenommen.

3. Vorurteil

Ein offener Geist kann das Sterberisiko um 21 bis 24 Prozent senken, vergleichbar mit den Auswirkungen der mediterranen Ernährung. Allerdings ist die Hälfte dieses Effekts darauf zurückzuführen, dass offene Menschen eher soziale Kontakte pflegen und häufiger Sport treiben.

4. Ehrenamt und Hilfsbereitschaft

Soziales Engagement kann auch einen großen Einfluss auf die Langlebigkeit haben und das Sterberisiko um 22 bis 44 Prozent senken. Faktoren, die schnell zu schweren Erkrankungen führen können, wie hoher Blutzucker und Entzündungen, sind bei Menschen, die nicht freiwillig teilnehmen, deutlich schlimmer. Diese Effekte lassen sich sowohl in reichen als auch in armen Ländern wie Kuwait, Malawi, Kirgistan und Bolivien nachweisen.

Das Gute: Freiwilligenarbeit wird überall gebraucht und für jeden findet sich der passende Job.

© South_agency / gettyimages

5. Klare Ziele im Leben

In Japan heißt es „ikigai“. Im Deutschen wird dieses Wort wohl mit „Lebenszweck“ oder „Lebenswertes Leben“ übersetzt. Zu wissen, was man vom Leben will, ist so lang wie Sport, Freunde und Ehe. Verschiedene Studien in Japan haben sich mit Ikigai und der Lebensweise danach befasst. Es hat sich herausgestellt, dass 46 Prozent der Menschen „ziellos im Leben“ ihren Gesundheitszustand als schlecht bezeichnen würden. Nur 12 Prozent der Menschen mit Ikigai konnten das sagen.

6. Freundlichkeit

Freundschaft ist der wohl am einfachsten umzusetzende Influencer – und das mit großer Wirkung! Auch hier zeigt eine Studie, dass Teilnehmer mit gelegentlichen freundlichen Handlungen weniger entzündliche Reaktionen in ihrem Körper haben. Dies führt zu einem geringeren Risiko für Gelenkprobleme, Krebs, Herzerkrankungen oder Diabetes.

7. Gewissenhaftigkeit

Mit ein wenig Organisation und Fleiß ist dieser Punkt gar nicht so schwer umzusetzen. Übrigens zahlt sich hier das frühe Üben aus: Ein gewisses Gewissen in der Kindheit beeinflusst bereits die spätere Langlebigkeit. Aber es ist nie zu spät, fleißig zu sein! Menschen mit weit unterdurchschnittlichem Gewissen haben ein um 44 % erhöhtes Sterberisiko.

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4 Faktoren, die das Sterberisiko erhöhen

1. Einsamkeit

Der Zusammenhang zwischen Einsamkeit und kürzerem Leben mag vielen nachvollziehbar erscheinen, doch die Zahl dahinter ist erschreckend: Das Sterberisiko steigt um 83 Prozent! Grund dafür kann schlechter und unruhiger Schlaf sein, auch verbunden mit Einsamkeit. Dadurch werden viele Erholungs- und Regenerationsprozesse im Körper gestört. Krankheiten wie Herzkrankheiten, Diabetes und Krebs können sich schneller entwickeln.

2. Mangel an Optimismus

Verschiedene Studien sind sich einig: Optimismus verlängert das Leben! Und selbst ein bisschen, ein Optimist kann bis zu zehn Jahre länger leben als ein Pessimist. Dieser Effekt wurde sogar bei Affen nachgewiesen. Auch eine britische Studie beschreibt, sich voller Energie zu fühlen, alltägliche Dinge zu genießen und glücklich und optimistisch auf das Leben zu blicken. Das klingt machbar, oder?

3. Neurotisches Verhalten

Neurotizismus oder emotionale Instabilität erhöhen das Sterberisiko um 33 Prozent. Dies ist nicht immer allein auf die Neurose zurückzuführen, sondern kann mit anderen Verhaltensweisen zusammenhängen, die häufig mit dieser psychischen Erkrankung in Verbindung gebracht werden: Nikotin- und / oder Alkoholsucht und Probleme mit sozialen Kontakten.

4. Einnahme von Vitaminen

Tatsächlich gibt es zu viel Gutes. Hohe Dosen von Vitamin C scheinen sich negativ auf die Nieren auszuwirken. Der Verzehr von zu viel Vitamin E, Vitamin A und Beta-Carotin-Ergänzungen scheint auch das Leben zu verkürzen. In einer US-amerikanischen Studie mit Ärzten stieg das Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben, bei Einnahme von Multivitaminpräparaten um 7 Prozent.