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Nach der Gegenoffensive: Stromausfälle in weiten Teilen der Ostukraine

Ausland nach Gegenoffensive

Stromausfälle in weiten Teilen der Ostukraine

Stand: 11.09.2022 | Lesezeit: 2 Minuten

Stromausfall in der Region Charkiw

Quelle: AP/Leo Correa

Nach ukrainischen Angaben hat Russland seit dem teilweisen Abzug der eigenen Truppen die kritische Infrastruktur des Nachbarlandes beschossen. Die ostukrainischen Regionen Charkiw und Donezk sind komplett ohne Strom.

In mehreren ukrainischen Regionen fiel am Sonntagabend der Strom aus. Präsident Wolodymyr Selenskyj hat russische Truppen beschuldigt, kritische Infrastrukturen zu beschießen, um den Menschen Strom und Heizung zu entziehen. Es wurden keine militärischen Ziele getroffen. „Terroristen sind Terroristen“, schrieb er auf Twitter.

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Ihm zufolge ist der Strom in den Gebieten Charkiw und Donezk vollständig ausgefallen, in Saporoschje, Dnipropetrowsk und Sumy teilweise. Auch Poltawa meldete einen Stromausfall.

Nach Angaben des Gouverneurs waren auch mehrere Bezirke in der nordöstlichen ukrainischen Region Charkiw von Wasserversorgungsausfällen nach russischen Angriffen auf die Infrastruktur betroffen. Russische Streitkräfte beschossen kritische Infrastruktur in der Stadt und Region Charkiw, schreibt Oleg Sinegubow in Telegram. Außerdem brach stellenweise Feuer aus. Der Gouverneur des Gebiets Dnipropetrowsk beschuldigte auch die russischen Streitkräfte, die Energieinfrastruktur angegriffen zu haben. Mit dem Angriff wolle sich die russische Armee für ihre Niederlage auf dem Schlachtfeld rächen, schreibt Valentin Reznichenko in Telegram.

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Der Bürgermeister der Stadt Charkiw, Igor Terekhov, sagte, die Angriffe seien “die Rache des russischen Aggressors für die Erfolge unserer Armee an der Front, insbesondere in der Region Charkiw”.

Nach Angaben der Armeeführung haben die ukrainischen Streitkräfte seit Anfang September mehr als 3.000 Quadratkilometer russisch besetztes Gebiet zurückerobert und bauen ihren Vormarsch aus dem Großraum Charkiw im Nordosten des Landes aus. Der Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, Valery Zalushny, gab bekannt, dass sich das eroberte Gebiet hauptsächlich um die zweitgrößte Stadt der Ukraine befinde, wo die Streitkräfte bis zu 50 Kilometer von der russischen Grenze entfernt seien. Ausgehend von der Großstadt bewegt sich das ukrainische Militär auch nach Süden und Osten.