Aktualisiert 11. Juli 2022, 19:22 Uhr
Ein Selfie entpuppte sich für einen Touristen aus den USA als fatal: Der 23-Jährige verlor das Gleichgewicht und stürzte in den Krater des Vulkans Vesuv.
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Am 9. Juli 2022 musste ein Tourist aus den USA aus dem Krater des Vesuvs gerettet werden.
Corpo Nazionale Soccorso Alpino e Speleologico
Der Mann stürzte beim Versuch, ein Selfie zu machen, in den Krater.
Das Handy entglitt der Hand des Mannes.
Ein 23-jähriger US-Tourist musste in der Nacht zum Samstag von italienischen Sicherheitskräften aus dem Vesuv-Krater gerettet werden. Der Mann stürzte sieben Meter in die Tiefe des 1.281 Meter hohen Vulkans, nachdem er sein Handy fallen gelassen hatte. Der Tourist versuchte, ein Selfie in einem für Touristen verbotenen Bereich zu machen. Nach seiner Rettung wurden er und drei seiner Familienmitglieder des unbefugten Betretens von öffentlichem Eigentum angeklagt.
Der Notruf ging zunächst bei Forstbeamten der Parkstation ein, die die Polizeistation Ercolano alarmierten. Bei der Bergungsaktion kam ein Hubschrauber zum Einsatz. Die Bergretter stiegen mit Seilen zum Opfer ab. Der Tourist hat Schnittwunden und Prellungen an Armen und Rücken. Nach seiner Rettung weigerte er sich jedoch, ins Krankenhaus gebracht zu werden.
Touristen wollten nicht am Parkeingang warten
Wie das Portal „La Settimana“ berichtet, nahm die US-Familie bei ihrem Fußmarsch zum Vulkan einen illegalen Weg. Als die Gruppe an den Drehkreuzen ankam, entschied sie sich, alle Warnschilder auf dem Weg zum Gipfel des Vulkans zu ignorieren, um der Warteschlange auszuweichen. Am Krater angekommen zückte der 23-Jährige sein Handy, um ein Selfie zu machen. Als ihm das Telefon aus der Hand rutschte, verlor der Mann das Gleichgewicht und stürzte in den Vulkan.
Nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur Ansa sollen neben der vierköpfigen Familie aus den USA auch zwei weitere Touristen unerlaubt den verbotenen Weg zum Vesuv genommen haben.
Der Vesuv kann jederzeit ausbrechen
Der Vesuv ist einer der berühmtesten Vulkane der Welt. Im Jahr 79 n. Chr. Bedeckten Asche, Schlamm und Lava von mehreren Ausbrüchen des Vesuvs die römische Stadt Pompeji. Die antike Stadt wurde im 18. Jahrhundert wiederentdeckt.
Bis heute ist der Vesuv einer der gefährlichsten Vulkane der Welt. Es zeichnet sich durch lange Ruhephasen aus, bevor es in einer gewaltigen Eruption explodiert, erklärt das Portal Vulkane.net. Doch an seiner Flanke liegt die dicht besiedelte Stadt Neapel. Im Falle eines weiteren großen Ausbruchs wie dem im Jahr 79 n. Chr. Wäre der Absturz perfekt. Selbst mit ausgeklügelten Frühwarnsystemen der Vulkanologen dürfte es unmöglich sein, die Millionenstadt rechtzeitig zu evakuieren.
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