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Nach tödlichen Stürzen: Vier Tote im Alpstein – aber nichts unternommen

Veröffentlicht23. August 2022, 16:58 Uhr

Nach tödlichen Stürzen: Vier Tote im Alpstein – aber nichts unternommen

In den letzten zwei Monaten sind auf der Strecke von Eicher nach Seelpsee oder Altenalp vier Menschen ums Leben gekommen. Der Kreistag Schwende-Rüte hat nun entschieden, dass nichts unternommen wird.

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Die tödlichen Unfälle im Alpsteingebiet haben im Sommer 2022 zugenommen.

20 Minuten/Leo Buti

In den letzten zwei Monaten sind vier Menschen gestürzt und bei Unfällen ums Leben gekommen.

20 Minuten/Leo Buti

Der Kreistag Schwende-Rüte will jedoch keine Maßnahmen zur Sturzprävention ergreifen.

20 Minuten / Shannon Zanger

  • In den vergangenen fünf Jahren sind auf dem Fußweg nach Esher insgesamt acht Menschen tödlich verunglückt.

  • Der Gemeinderat Schwende-Rüte entscheidet sich gegen die Massnahmen im Alpstein.

  • Lediglich ein Hinweisschild soll weitere Zwischenfälle verhindern.

Die Häufung tödlicher Unfälle auf der beliebten Strecke zwischen Aescher und Seealpsee bzw. Altenalp hat diesen Sommer für Schlagzeilen gesorgt. Erst Anfang August stürzte eine 31-jährige Mutter mit ihrer sechsjährigen Tochter auf der Strasse nach Aescher und verunglückte mit ihrer Tochter tödlich. Mitte Juli stürzte eine Frau beim Abstieg zum Seealpsee einen Steilhang hinunter. Etwa eine Stunde später starb im selben Abschnitt auch ein Mann.

Insgesamt acht Menschen sind in den letzten fünf Jahren auf dem Trail gestorben. „Wenn ich mir die einzelnen Passagen dieses Wanderweges genau ansehe, sehe ich unmittelbaren Handlungsbedarf“, sagt Ruedi Spies, Experte für Wanderwege, gegenüber der St. Täglich Galen. Der Kreistag Schwende-Rüte hat nun über den Zustand des Weges beraten.

„Auffangnetze erzeugen ein falsches Sicherheitsgefühl“

Nach Einigung verbleibt es dem Gemeinderat bei der Entscheidung, die ausgewiesene Route als Bergwanderweg einzustufen. Das Anbringen von Fallschutznetzen oder anderen Aufbauten an der Talseite würde daher laut Bezirksrat ein falsches Sicherheitsgefühl vermitteln und wäre keine angemessene Lösung des Problems. „In den Bergen herrschen andere Gefahren und Bedingungen als auf einem Wanderweg im Tal. Dies wird bei der Fußwegeklassifizierung berücksichtigt und kann nur bedingt durch bauliche Maßnahmen abgemildert werden“, heißt es in der Mitteilung weiter.

Das Regierungspräsidium weist darauf hin, dass jeder einzelne Gast die Eigenverantwortung trägt. Die Route von Ebenalp über Aescher zum Seealpsee oder zur Alten Alp ist nur erfahrenen Bergsteigern zu empfehlen. Alternativ kann der Seealpsee für weniger geübte Wanderer auch über eine asphaltierte Straße erreicht werden.

Hinweisschild zur Vermeidung von Unfällen

Der Kreistag sieht Handlungsbedarf, um Vorfällen durch mehr Information und Sensibilisierung vorzubeugen. Aus diesem Grund wird in Zukunft eine Informationstafel am Beginn des Weges bei Asher aufgestellt. Ziel ist es, zweisprachig und mit Piktogrammen auf die Gefahren im Alpenraum aufmerksam zu machen.

Trauern Sie oder jemand, den Sie kennen, trauert?

Angebotene Hand, Anliegen Hotline, Tel. 143

Seelsorge.net, ein Angebot der reformierten und katholischen Kirche

Muslimischer Hirtendienst, Tel. 043 205 21 29

Jüdische Fürsorge, info@vsjf.ch

Lifewith.ch, für betroffene Geschwister

Verein Regenbogen Schweiz, Hilfe für trauernde Familien

Pro Juventute, Kinder- und Jugendberatung, Telefon 147

Pro Senectute, Beratung für Senioren in schwierigen Lebenssituationen

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