Germany

Nachdem Wien Energie und EVN wachsen: Einige Landesversorger warten

In Vorarlberg bleiben die Strom- und Gaspreise bis mindestens 1. April 2023 stabil. Dies hat Landeshauptfrau Barbara Schöby-Fink (ÖVP) im Zuge der Diskussion um eine mögliche Strompreisobergrenze in den vergangenen Wochen mehrfach betont. Hinsichtlich Indexkorrekturen sind laut Illwerke/VKW keine Änderungen geplant. „Unsere aktuellen AGB erlauben eine jährliche Anpassung“, sagt Unternehmenssprecher Andreas Neuhauser.

Die Marktsituation würde eine Preiserhöhung erforderlich machen

Die Marktsituation und „dramatische Preissteigerungen“ zwangen die Energieallianz Austria, die Indexanpassung in den Standardtarifen von Wien Energie und EVN vom 1. Jänner 2023 auf den 1. September 2022 zu verschieben, hieß es in einer Mitteilung am Mittwoch. Bei Burgenland Energie erfolgt die Preiserhöhung wie geplant im Jänner 2023. Künftig werden die Preise bei EVN, Wien Energie und Burgenland Energie zweimal jährlich angepasst.

Nach SPÖ, FPÖ und den Grünen kritisierten auch die niederösterreichischen NEOS die von der EVN am Donnerstag angekündigten Strompreiserhöhungen: Rosa Landessprecherin Indra Kolini bezeichnete die Erhöhungen in einer Aussendung als „unverständlich“. Collini sieht das EVN Management und das Land Niederösterreich als Mehrheitseigentümer der EVN zur Entlastung aufgerufen.

Angesichts vorzeitiger Preiserhöhungen bei Wien Energie und EVN erneuerte die FPÖ-Sozialsprecherin Dagmar Belakovic am Donnerstag in einer Aussendung ihre Forderung nach einer Preisobergrenze für Energie, Treibstoffe und Grundnahrungsmittel.