Veröffentlicht4. August 2022, 21:52 Uhr
Nachrichtenscout für Island: „Wir standen direkt neben dem Lavastrom“
News-Scout Florian Eicher macht gerade Urlaub in Island. Als er am Mittwoch von einem Vulkanausbruch hörte, ging er direkt dorthin.
Ein einzigartiges Naturschauspiel: Nach einem Vulkanausbruch auf Island strömt rotglühende Lava aus einer Schlucht südwestlich von Reykjavik.
20min/News Scout Florian Eicher
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Ein Vulkanausbruch begann am Mittwochnachmittag in der Nähe des Berges Fagradalsfjall.
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Nachrichtenscout Florian Eicher macht Urlaub in Island.
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Als er von dem Ausbruch hörte, änderte er seine Pläne und ging dorthin.
Aus einer Hunderte Meter langen Spalte südwestlich von Reykjavík steigen kontinuierlich rot leuchtende Lavamassen auf. Das führte nicht zu Panik – im Gegenteil: Mehrere hundert Wanderer und neugierige Touristen sind nach dem Ausbruch am Mittwochmorgen in der Nähe des Berges Fagradalsfjall unterwegs. Der Schweizer Florian Eicher ist einer von ihnen.
Er macht Urlaub in Island. „Als wir von der Epidemie erfahren haben, haben wir unsere Pläne geändert und sind dorthin gegangen“, sagte er vor 20 Minuten. Mittags machte er sich auf den Weg, im letzten Teil führt ein steiler Pfad zum Ort des Ausbruchs. Die Route ist nicht markiert. „Wir sind immer ein bisschen in Richtung Rauch gelaufen“, sagt Eicher.
Oben erwartete ihn ein wahres Spektakel. „Wir standen direkt neben dem Lavastrom“, sagt der Schweizer. Dort traf er auf risikofreudige Isländer, Retter und Reisende, die in mehreren Autos ankamen. Eicher vermutet, dass lokale Reiseveranstalter ihre Ausflugspläne offenbar in letzter Minute angepasst haben.
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Der Vulkanausbruch begann am 3. August 2022 in der Nähe des Berges Fagradalsfjall.
20min/News-Scout
Lava sprudelt ununterbrochen aus einer mehrere hundert Meter langen länglichen Spalte im hügeligen Gebiet der Halbinsel Reykjanes, etwa 30 Kilometer von der Hauptstadt Reykjavík entfernt.
20min/News-Scout
Hunderte Menschen gingen zum Ort des Ausbruchs – darunter auch Leser Florian Eicher.
20min/News-Scout
Der Parkplatz am Fuße des Berges war voll. „Er ist definitiv größer als der Parkplatz in Zürich. Ich schätze, es waren etwa 60 bis 70 Autos. Laut dem Nachrichtenscout kreisten auch Hubschrauber über dem Gebiet. “Wahrscheinlich Fernsehsender und Filmteams”, sagt er.
Am Abend dauerte der Fußweg wieder drei Stunden hinunter. „Es war ein anstrengender Tag“, sagt Eicher. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt. „Wenn es dunkel wurde, sahen die Wolken rot aus. Es war wunderschön.”
Laut dem Scout waren am Donnerstag deutlich mehr Menschen auf dem Weg zum Vulkan als am Vortag. „Da gab es richtige Säulen, wie am Everest“, scherzt er.
Wie lange die Epidemie andauern wird, ist Wissenschaftlern noch nicht klar. Der Ausbruch im vergangenen Jahr hatte fast ein halbes Jahr lang immer wieder Lavafontänen in die Höhe schießen lassen. Die Wetteragentur riet am Mittwochabend wegen der Gasbildung zunächst davon ab, sich dem Gebiet zu nähern.
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