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Nebenkandidaten als Hilfe gegen den Lehrermangel

Ausbildung

Der Lehrkräftemangel ist überall groß, besonders aber in Vorarlberg. Seitenkandidaten müssen nun Abhilfe schaffen: Bewerberinnen und Bewerber mit Fachausbildung sollen nun mit vollem Gehalt und ohne Sondervertrag unterrichten können, sagte Bildungsminister Martin Polashek am Montag bei einem Besuch in Vorarlberg.

27.06.2022 19.04

Heute online, 19:04

Bildungsminister Martin Polaszek hat am Montag das Bundesgymnasium in Dornbirn-Schoren besucht. Auch von Lehrermangel war die Rede, bis Herbst nächsten Jahres seien noch 15 Vollzeitstellen in Grund- und weiterführenden Schulen zu haben. Der Minister sagte, er verfolge das Thema: „Wir können damit etwas fangen – einen kleinen Teil – aber etwas“, erklärte Polashek.

Aber es gibt auch intensive Diskussionen, auch mit Feldpädagogen, der Bildungsverwaltung und Universitäten und Pädagogischen Hochschulen, welche weiteren Maßnahmen ergriffen werden können.

Was tun gegen Lehrermangel?

Die Sommerferien stehen bevor, doch die Personalchefs der Lehrer sprechen nicht von Entspannung. Für das neue Schuljahr gibt es keine Lehrer. Die Gewerkschaft fordert schnelles Handeln. Der Bildungsminister, der am Montag in Vorarlberg war, rechnet mit einer beruflichen Veränderung.

Kritik an der Lehrerbildung seit langem

Die Lehrerausbildung steht seit langem in der Kritik, insbesondere die vier- bis fünfjährige Ausbildung für Grundschullehrer. Bildungsministerin Barbara Schöbi-Fink (ÖVP) unterstützt deshalb die Kürzung des Bachelorstudiums: „Wir dürfen nicht vergessen, dass wir uns hier in Vorarlberg in einer besonderen Konkurrenzsituation befinden. St. Gallen – d.h. Schweiz – bietet eine dreijährige Lehrerausbildung an und ist in Deutschland ähnlich.”

Polaszek betont hingegen, dass man zunächst abwägen müsse, was dafür und dagegen spricht, denn: „Die pädagogische Bildung wurde vor weniger als zehn Jahren grundlegend reformiert.“ Eine Reduzierung des Gesetzes würde eine Gesetzesänderung erfordern, und es sollte nicht vergessen werden, dass dies auch Zeit in Anspruch nehmen wird.

Es gibt noch freie Lehrstellen

An den Volks- und Hauptschulen Vorarlbergs gibt es derzeit 15 Vollzeitstellen. Gerade in Grundschulen ist die Position des Klassenvorstands besonders wichtig und in diesem Bereich sind noch fünf Positionen zu besetzen.

„Es ist besser als vor drei Wochen. Das ist ein dynamischer Prozess und dieser Prozess begleitet uns bis zum Schuleintritt. Das Bildungsressort arbeitet mit voller Kraft, denn jede Klasse, die keinen Klassenlehrer hat, tut uns weh“, sagte Shoby-Fink.