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Neue Steuer auf E-Autos: Der Bundesrat will eine neue Steuer für E-Auto-Fahrer

Veröffentlicht am 29. Juni 2022, 15:22 Uhr

Angesichts sinkender Mineralölsteuereinnahmen will der Bundesrat eine Ersatzsteuer für Elektroautos einführen. Die SVP ist “stark dagegen”.

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Um das Klimaziel zu erreichen, wird nach Einschätzung des Bundesrats künftig ein grosser Teil der Schweizer Flotte aus Elektroautos bestehen. Elektroladestation in Dübendorf.Tamedia

Dadurch sinken jedoch die Einnahmen aus der Mineralölsteuer auf Benzin und Diesel weiter. Daher ist ein Ersatz erforderlich. Schnellladegerät für Elektroautos von EWZ an der Pfingstweidstrasse in Zürich.Tamedia

Die Steuer auf Elektroautos wird jedoch nicht wie auf Benzin erhoben. Gemäss Bundesrat ist ein System wie LSVA möglich, bei dem ein Erfassungsgerät die Steuer ermittelt. Elektronisches Autoladegerät in Zürich.Tamedia

Keine Treibhausgase mehr bis 2050 – das ist das Klimaziel. Doch dafür müsse der Fahrzeugbestand in der Schweiz künftig hauptsächlich aus Elektrofahrzeugen bestehen, schrieb der Bundesrat am Mittwochnachmittag in einer Medienmitteilung. Dadurch sinken die Einnahmen aus Mineralölsteuern. “Sie werden auf Dauer nicht mehr ausreichen, um den finanziellen Bedarf zu decken.”

Die Einnahmen aus der Mineralölsteuer aus Treibstoffen sind in den letzten Jahren stetig zurückgegangen, von rund 3 Milliarden Franken im Jahr 2011 auf rund 2,7 Milliarden Franken im Jahr 2021.

Daher sollten Fahrzeuge mit alternativen Antrieben, wie etwa Elektroautos, einer Ersatzgebühr unterliegen. Der Bundesrat rechnet damit, dass die neue Steuer bis 2030 in Kraft treten wird. Dazu bedarf es aber einer Volksabstimmung, weil die Ablösung eine Verfassungsänderung erfordert. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 29. Juni die Kriterien (siehe Kasten) für die Ersatzsteuer festgelegt und das Departement für Umwelt und Verkehr (UVEK) sowie das Finanzdepartement (EFD) mit der Ausarbeitung eines Gesetzespakets beauftragt.

Dagegen ist die SVP “stark”.

Der Vorschlag des Bundesrates wird von der SVP kritisiert. «Die SVP lehnt die Kilometersteuer auf Elektroautos kategorisch ab», sagte Fraktionschef Thomas Aeshi. Deshalb: „Nicht jeder Kilometer im Straßenverkehr soll einzeln abgerechnet werden, während der ÖPNV aus gemeinsamen Bundesmitteln und damit aus Steuerzahlern finanziert wird.“ In diesem Fall sollte der Straßeninfrastrukturfonds ähnlich wie der Eisenbahnfonds konzipiert und aus gemeinsamen Bundesmitteln finanziert werden, sagte Aeshi.

Zustimmung signalisierte TCS hingegen: „Klar ist, dass mit der Senkung des Treibstoffverbrauchs auf Dauer die Mittel für den Ausbau und Erhalt der Infrastruktur fehlen und eine andere Finanzierungsquelle gefunden werden muss. gefunden werden“, sagt Sprecher Daniel Graf. Die Besteuerung der Elektromobilität ist eine Option, die es zu prüfen gilt. Wichtig ist, dass die Verbraucher nicht mehr zahlen als heute und das neue Steuersystem nicht dazu dient, die Mobilität „nach dem Preis zu regulieren“.