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Neue Zügel für Internetunternehmen DiePresse.com

Die EU setzt einen globalen Standard für die Spielregeln im Internet. Bis zuletzt kämpfte Brüssel mit Detailfragen und Ausnahmen.

Brüssel / Wien. Im Endspurt setzte sich auch Hillary Clinton für das EU-Digitaldienstegesetz ein: „Zu lange Technologieplattformen verstärken Desinformation und Extremismus, ohne Verantwortung übernehmen zu müssen“, warnte der von Donald Trump geschlagene frühere US-Außenminister und Präsidentschaftskandidat am Freitag via Twitter. „Die EU ist dabei, das zu ändern. Ich fordere unsere transatlantischen Partner auf, die globale Demokratie zu stärken, bevor es zu spät ist.“

Facebook, Instagram, Twitter, YouTube, TikTok, Amazon und all die anderen digitalen Plattformen, auf denen wir uns austauschen, reden, Politik machen, Geschäfte machen, Informationen suchen: Hier ist das neue Gesetz, nach dem der Rat und das Europäische Parlament über die der Europäischen Kommission vermitteln Vatikanische Geheimverträge von Freitag bis Abend neue Pflichten. Jeder mit mehr als 45 Millionen Nutzern pro Monat in der EU (was etwa 10 % aller Internetnutzer in der Union entspricht) unterliegt besonders strengen Regeln, wie z. B. der Pflicht, den nationalen Regulierungsbehörden und der Kommission regelmäßig Risikobewertungen vorzulegen. Verstöße können mit Bußgeldern von bis zu sechs Prozent des weltweiten Jahresumsatzes geahndet werden. Alle im Binnenmarkt tätigen Internetunternehmen müssen auch Kontakt zu den EU-Behörden und der Justiz haben (dies ist derzeit oft nicht der Fall und macht eine Strafverfolgung oft unmöglich). Darüber hinaus erhalten Verbraucher das Recht, bei Rechtsverstößen Sammelklagen zu erheben.