– Forscher in Lausanne entdecken einen neuen Coronavirus-Antikörper
Das Universitätsspital Lausanne und die ETH Lausanne entdeckten einen neuen monoklonalen Antikörper, der Omicron-Varianten neutralisiert.
Gepostet heute um 17:47 Uhr
Abbildung des Erregers:
Foto: Reuters/MAM/CDC
Das Universitätsspital Lausanne (Chuv) und die ETH Lausanne (EPFL) haben einen neuen monoklonalen Antikörper entdeckt, der Omicron-Varianten des Coronavirus neutralisiert. Diese in der Zeitschrift Nature Microbiology veröffentlichte Entdeckung eröffnet neue Wege für präventive und therapeutische Anwendungen.
Bei Affen zeigte der neue Antikörper eine therapeutische Wirkung und einen vollständigen Schutz, wenn er prophylaktisch verwendet wurde, sagte CHUV in einer Erklärung. Diese Ergebnisse bieten neue Perspektiven für den Schutz von Risikopersonen, insbesondere von Personen mit Immunschwäche.
Der als P2G3 bezeichnete Antikörper wurde von einem infizierten und zweimal geimpften Spender isoliert. Es zeigte eine sehr starke neutralisierende Aktivität gegen alle besorgniserregenden Corona-Varianten, einschließlich Omicron.
Durch die Bindung an eine bestimmte Region des Spike-Proteins kann der Antikörper verhindern, dass das Virus an den Rezeptor bindet, der auf den von der Infektion betroffenen Zielzellen vorhanden ist. Diese Bindung schützt den Antikörper – anders als alle bisher zugelassenen Antikörper – auch vor Mutationen in allen Varianten.
Diese Forschung wurde vor dem Erscheinen der omicron BA.4- und BA.5-Varianten durchgeführt. Neuere Daten zeigen jedoch, dass der Antikörper seine neutralisierende Aktivität beibehält. Klinische Studien ab August 2022 sollen dies bestätigen.
SDA
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