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Niederösterreich: „Equal Pension Day“ in Niederösterreich am 31. Juli 2022

„Equal Pension Day“ in Niederösterreich am 31. Juli 2022 LR Teschl-Hofmeister: Frauen erhalten durchschnittlich 41,70 Prozent weniger Renten als Männer nein Am 31. Juli 2022 feiert Niederösterreich zum achten Mal den Equal Pension Day. Der „Equal Pensions Day“ markiert den Tag, an dem Männer bereits am Ende des Jahres genauso viel Rente erhielten wie Frauen. In diesem Jahr fällt er auf den 31. Juli, was eine leichte Verbesserung gegenüber dem Vorjahr darstellt.

„Der Aktionstag macht auf die aktuelle Situation von Frauen in Sachen Einkommensgleichheit und Vereinbarkeit von Familie und Beruf aufmerksam, 2021 war es der 29. Juli. Sowohl die Höhe des Einkommens als auch die Anzahl der Beitragsmonate sind für die Höhe der Rente von Bedeutung. Die durchschnittliche Höhe der Bruttorente beträgt derzeit 2.188 Euro für Männer und 1.275 Euro für Frauen.“

erklärt Landesrätin Christiane Teschl-Hoffmeister.

Durchschnittlich 41,70 Prozent weniger

Das derzeitige Rentensystem ist auf Vollzeitbeschäftigung ohne Unterbrechungen ausgelegt. Dies ist jedoch insbesondere für Frauen aufgrund unbezahlter Sorgearbeit nicht zu leisten.

„Frauen erhalten im Durchschnitt eine um 41,70 Prozent niedrigere Rente als Männer. Altersarmut ist in vielen Fällen weiblich. Hauptgrund für niedrigere Rentenzahlungen sind die niedrigere Entlohnung und die ungleiche Verteilung von Haus- und Pflegearbeit, wodurch Frauen oft nur eingeschränkt oder gar nicht am Arbeitsmarkt teilnehmen können.“

sagt Teschl-Hoffmeister.

Der Staatsrat verweist auf die Möglichkeit des Rentensplittings: „Eltern können ein freiwilliges Rentensplitting für die Kindererziehungsjahre vereinbaren. Das bedeutet, dass ein Elternteil, der die Kinder nicht überwiegend erzieht und erwerbstätig ist, in den ersten vier Jahren nach der Geburt eines Elternteils bis zu 50 Prozent seines Teilguthabens auf das Alterskonto des Elternteils übertragen lassen kann, der sich der Kindererziehung widmet Kind Sollte die jährliche Höchstbeitragsgrundlage nicht überschreiten. Bis zum siebten Geburtstag des Kindes muss ein Antrag auf Übertragung beim Rentenversicherungsträger gestellt werden.

Kinderbetreuung und Beschäftigung

„Im Leben einer Frau gibt es immer wieder Phasen, in denen sie wichtige Entscheidungen über Finanzen, Einkommen und Altersvorsorge treffen muss. Das beginnt bei der Berufswahl, geht über die Frage „Kinderbetreuung und Erwerbstätigkeit“ bis hin zur Altersvorsorge. Allerdings beschäftigen sich viele Frauen nicht mit dem Thema“, resümiert Teschl-Hoffmeister. „Das Projekt GeldHeldinnen – das wir Ende 2021 gestartet haben – schafft individuelle Angebote für Frauen zur Verbesserung ihrer Finanzkompetenz. Unser Ziel ist es, dass Frauen ihre finanzielle Lebensplanung selbstständig und souverän gestalten können, um sich eine Existenz bis einschließlich der Rente aufzubauen.“

Alle Informationen zum Projekt GeldHeldinnen www.wendepunkt.or.at/geldheldinnen