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Noch ohne Sieg in der Nations League: Ärgerlicher Elfmeter kostet DFB-Elf EM Revanche

Noch ohne Sieg in der League of Nations. Der ärgerliche Elfmeter kostet die DFB-Elf Revanche für die EM

07.06.2022, 22:44

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft kontrollierte das Nations League-Spiel gegen England über weite Strecken und ging auch in Führung. Kurz vor dem Schlusssignal des Schiedsrichters weist der Videoassistent jedoch auf ein Foul hin – und der Vize-Europameister gleicht per Elfmeter aus. Beide Mannschaften bleiben im zweiten Spiel ohne Sieg.

Ein ärgerlicher Elfmeter kostete Hansi Flick bei seiner Rückkehr nach München den ersten Sieg gegen einen großen Rivalen. Mit dem 1:1 (0:0) beim Fußballklassiker gegen England ist die extrem umgebaute deutsche Nationalmannschaft dank des dritten Länderspieltors von Jonas Hoffmann (51. Minute) längst auf der Siegesstraße. Dann agierte Nico Schloterbeck im Strafraum unglücklich gegen Harry Kane. Nach Videobeweis traf der englische Kapitän sicher vom Punkt gegen den ansonsten unschlagbaren Manuel Neuer (88.).

„Es ist bitter, diesen Ausgleich zuzulassen, extrem dumm“, sagte Hoffmann dem ZDF: „Aber wir haben uns gute Chancen erarbeitet, wir waren aktiv – es war ein ordentliches Spiel.“ der EM vor einem Jahr gegen England. Trotz der späten Auslosung war es ein wichtiges Signal für die WM in Katar zum Jahresende.

Deutschland – England 1:1 (0:0)

Deutschland: Neuer/Bayern München (36 Jahre/111. Nationalspieler) – Klostermann/RB Leipzig (25/17), Rüdiger/FC Chelsea (29/52), Schloterbeck/Freiburg (22/3), Raum/TSG Hoffenheim (24/7) – Kimih/Bayern München (27/66), Gundogan/Manchester City (31/58) ab 83. Sane/Bayern München (26/44) – Hoffmann/Borussia Mönchengladbach (29/12) ab 65. Gnabri/Bayern München 26 /33), Müller/Bayern München (32/114) ab 75. Gorecka/Bayern München (27/43), Musiala/Bayern München (19/13) ab 65. Werner/FC Chelsea (26/51) – Havertz/ Chelsea (22/27); Coach: ÜberlaufEngland: Pickford/Everton (28 Jahre/45 Nationalspieler) – Walker/Manchester City (32/67), John Stones/Manchester City (28/58), Maguire/Manchester United (29/44), Tripper/Newcastle United (31/36 ) ) – Saka/Arsenal (20/16) ab 80. Bowen/West Ham United (25/2), Mount/Chelsea (23/29) ab 72. Grillish/Manchester City (26/22), Rice/West Ham United (23/31) – Phillips/Leeds United (26/21) vom 14. Bellingham/Borussia Dortmund (18/14), Kane/Tottenham Hotspur (28/71), Stirling/Manchester City (27/75); Coach: Süd TorSchiedsrichter: Carlos del Cerro Grande (Spanien)Häfen: 1:0 Hoffman (50.), 1:1 Kane (88., Foulelfmeter nach Videobeweis)Zuschauer: 66.289 (ausverkauft, in München)Gelbe Karte: Schloterbeck –

Flick, auch nach dem elften Spiel als Bundestrainer ungeschlagen, schreitet auf die Mission „Zurück an die Weltspitze“ voran. Nach einem 1:1 in den Niederlanden im März und einem 1:1 in Italien war es das dritte 1:1 in Folge. „Wir haben ein tolles Spiel gezeigt, aber leider nicht gewonnen“, klagte Flick im ZDF.

66.289 Zuschauer in der ausverkauften Arena sahen Fußball auf taktisch hohem Niveau. Das Tempo und die Intensität stimmten. Und Hoffmanns Tor in Gladbach kam aus einer guten Kombination von Initiator Kai Haverz und Werfer Joshua Kimih. Deutschland dominierte nach Führung, Thomas Müller verpasste nach einer Flanke von David Raum ebenso wie der eingewechselte Timo Werner (75.) das 0:2 (70.). Kapitän Neuer verhinderte als starke Stütze gegen Kane zunächst spektakulär den Ausgleich (76.). Mit zwei Punkten geht das DFB-Team bereits ins nächste Spiel am Samstag (20.45 Uhr/RTL und Liveticker auf ntv.de) in Budapest gegen Ungarn.

Der Wunsch nach „Intensität“ wird erfüllt

Flick nannte seine Verwandlung von sieben Positionen in der Startelf “keine Folge des Spiels der Italiener”, sondern begründete sie vielmehr mit einer vernünftigen Lastenverteilung. „Wir haben vier Spiele nach einer langen Saison“, sagte der 57 Jahre alte Ex-Bayern-Trainer.

Allerdings war der Kader ein Zeichen dafür, dass es bei ihm nur eine kleine unantastbare Achse gab, bestehend aus Kapitän Manuel Neuer in der Tür, Abwehrchef Antonio Rüdiger, Sechserchef Kimih und Thomas Müller als Anführer der Offensive. Auch die Neuzugänge im Team trugen zu der “Intensität” bei, die Flick beim 1:1 gegen Europameister Italien zum Auftakt der Nations League über weite Strecken fehlte.

Beide Mannschaften beobachteten sich und kämpften sorgfältig. Der spanische Schiedsrichter Carlos del Cerro Grande spielte viel, er spielte kaum einen Zweikampf. Vor allem im zentralen Mittelfeld war kaum Platz. Die DFB-Elf versuchte es oft durch den agilen Flankenläufer.

Pickford schlug, Neuer kam zu spät

İlkay Gündoğan war ein erfahrener Ballverteiler gegen seine Kollegen in der Premier League. Auch der junge Jamal Musiala begeisterte das Publikum mit seinen geschmeidigen Bewegungen und mutigen Dribblings. Aber England – mit zehn Mann übrig nach einem 2:0-Sieg im Achtelfinale bei der EM in Wembley vor einem Jahr – war massiv und spielte oft lange Bälle nach vorne. Aber die deutsche Abwehr um Rüdiger stand gut.

Kriminelle Gebiete blieben oft Sperrgebiete. Als Hoffman nach einem Weitschuss von Nico Schloterbeck alleine auf Englands Torhüter Jordan Pickford zulief und traf, räumte der Video-Assistent das 1:0 für Abseits ein (23.). Musiala schoss aus 14 Metern zu zentral in Pickfords Hände (45.). Auch Neuer musste erstmals seine Klasse beweisen, als der 36-Jährige einen Schlag gegen Arsenal-Stürmer Bucayo Saka mit der rechten Faust parierte (45.+1).

Flicks Mannschaft erhielt die Auszeichnung für eine aktivere Spielweise nach dem Länderwechsel. Havertz öffnete spielerisch den Raum, wo Kimmich dann als Passgeber Hoffmann fand, der den guten Spielzug mit seinem dritten Treffer im Nationaltrikot krönte. Pickford machte eine schlechte Figur, boxte den Ball vorbei. Die Klasse der Torhüter zeigte hingegen Deutschlands Nummer-eins-Führung einen Moment später, als Neuer einen wuchtigen Schlag gegen Mason Mount mit einer fliegenden Einlage parierte. Das Spiel ging hin und her, bevor Schloterbeck in den Strafraum eindrang und die Engländer ausgleichen konnten.