Energieministerin Leonor Gevesler (Grüne) reagierte mit scharfer Kritik gegenüber Moskau auf die Ankündigung von „Gazprom“, die Gaslieferungen nach Europa über die Gaspipeline „Nord Stream 1“ erneut zu drosseln. Wegen “einer Reihe von routinemäßigen Wartungsarbeiten” wird dieses Mal vom 31. August bis 2. September kein Gas über die Ostsee nach Deutschland fließen.
„Putin nutzt bewusst die Abhängigkeit Europas von russischem Gas aus“, kritisierte Gevesler erneut. „Die angekündigte Unterbrechung der Gaslieferungen durch Nord Stream 1 zeigt deutlich, dass Russland Gaslieferungen als Mittel zur Einschüchterung und Verunsicherung nutzt“, hieß es in einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber der APA. Russland ist kein verlässlicher Partner. Wir arbeiten weiter mit aller Kraft daran, die österreichischen Lagerbasen zu füllen und für mehr Eigenständigkeit zu sorgen, so die Ministerin. „Aktuell gehen Experten davon aus, dass das Speicherziel von 80 Prozent noch erreichbar ist.“
Seit Anfang August wird in allen Gasspeichern der Alpenrepublik gespeichert. Per 15. August lag der Speichergrad in österreichischen Gasspeichern bei rund 60 Prozent. Diese Menge entspricht laut Energieministerium 64 Prozent des normalen Jahresverbrauchs in Österreich.
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