Rapids Leopold Querfeld brachte die Österreicher in der 25. Minute in Führung und sicherte nach dem Ausgleich (44.) von Marko Lazetic mit seinem zweiten Treffer (56.) auch wieder die Führung. Lucas Wallner, 66, machte dann die Tasche zu. Rapids Offensivspieler Yusuf Demir war an allen drei Treffern beteiligt, ein Eckball des ehemaligen Torschützen des FC Barcelona war der Ausgangspunkt der Aktion. Das Tor von Petar Ratkov (88.) kam zu spät.
Nach dem ersten 0:2 gegen den fehlerfreien Gruppensieger England und dem bitteren 2:4 gegen Israel gab es für das ÖFB-Team ein Erfolgserlebnis. Sie überholte Serbien (1) und fiel schließlich hinter Israel (4) zurück, das sich im Halbfinale den zweiten Platz sicherte. Dort müssen sich die Israelis mit Frankreich auseinandersetzen, England konkurriert mit Italien. Die Spiele sowie die Playoffs finden am Dienstag statt.
Sherb nahm im Vergleich zu Israels Spiel drei Änderungen vor. Leonardo Ivkić, Benjamin Kanurić und Jakob Knolmüller ersetzten Florian Vustinger, Dominique Weikselbraun und Onurhan Babuscu in der Startelf. Auch Knolmüller beteiligte sich am ersten guten Spielzug, erkämpfte sich den Ball in der eigenen Hälfte und schoss schließlich am langen Pfosten vorbei (6.). Auf der anderen Seite drohte erstmals Ognen Aidar, verfehlte ein Tor aber deutlich (17.).
Demir trat oft als Hauptstürmer auf, sein Schuss aus 17 Metern wurde zur Ecke pariert (24.). Das führte in schneller Kombination zu einem Führungsschlag. Querfeld stieg in der Mitte nach oben und traf aus weniger als fünf Metern mit dem Kopf. Kanuric hätte folgen können, schoss aber von der Seite (42.). Nichts zeigte Ausrichtung, aber es fiel trotzdem. Nach Flanke von Knezevic kam Aidar zwar nicht zu einem treffsicheren Schuss, servierte aber gut zu Lazetic, der aus kurzer Distanz nur noch ergänzen musste. Fast wäre es noch schlimmer gekommen, Elias Scherf parierte Aidar am Bein (45.+2).
Nach dem Wiederanpfiff waren die ÖFB-Junioren deutlich effizienter und nach Kurven weiter stark. Querfeld nahm den Ball im Strafraum glücklich entgegen, scheiterte im ersten Versuch an Ognjen Lukic, verwertete ihn aber souverän durch einen Staubfänger. In der 66. Minute war Wallner derjenige, der glücklich bedient wurde und auch mit dem Kopf seine Qualitäten zeigte. Auch die Österreicher machten ihrem Trainer zu seinem 53. Geburtstag am vergangenen Donnerstag ein nachträgliches Geschenk. Österreich kämpft nun um seine fünfte U20-WM seit 1983 (Mexiko), 2007 (Kanada/Platz vier), 2011 (Kolumbien) und 2015 (Neuseeland).
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