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ÖGK: Aufruf zur Harmonisierung – news.ORF.at

Der Berufsverband Österreichischer Internisten (BÖI) sieht nach der Fusion der Gebietskrankenkassen zur Österreichischen Krankenkasse (ÖGK) „keine Anzeichen von der oft versprochenen Leistungsharmonisierung“. Die Krankenversicherungsreform verspreche jedoch eine Verbesserung des Angebots, heißt es in der Mitteilung. Unterdessen empören sich Arbeitnehmervertreter und die SPÖ über die gescheiterte dreiprozentige Erhöhung der Krankenhilfezuschüsse der ÖGK.

„Auch zweieinhalb Jahre nach der Fusion der Gebietskrankenkassen hat die ÖGK eine der größten Ungerechtigkeiten in unserem Sozialsystem nicht beseitigen können: In verschiedenen Bundesländern erhalten die Versicherten derselben Krankenkasse gleichen medizinischen Leistungen der Krankenkasse hin oder her”, klagte BÖI-Präsidentin Bonnie Sieda.

Beispielsweise wird die Koronar-Computertomographie in Niederösterreich für ÖGK-Patienten von der Krankenkasse übernommen, nicht jedoch in Wien. Dagegen wird das Schlafen in der Dämmerung während einer Darmspiegelung in Wien bezahlt, nicht aber in Niederösterreich.

Auch die Beseitigung der Ungleichheit der Versicherungseinkommen für alle Pflichtversicherungen ist noch nicht abgeschlossen.

Weitere Details im Bericht von RH Crude Oil

Das Nachrichtenmagazin „profil“ veröffentlichte weitere Details aus dem scharfen Bericht des Rechnungshofs zur ÖGK: Unter anderem verlangten die an der Fusion beteiligten Berater hohe Preise für einfache Verwaltungstätigkeiten. „Ein Teil der Mitarbeiter des Beratungsunternehmens verrichtete hauptsächlich administrative Arbeiten, z. B. Sitzungen koordinieren und Protokolle führen.“

„Zusätzliche Leistungen sind die Seminarverpflegung, die Unterstützung bei der Geschirrbestellung und das Wechseln von Türschildern.“ Dafür werden Stundensätze von 67 bis 93 Euro berechnet. Daher wurde bei der Auftragserteilung für den knapp elf Millionen Euro schweren ÖGK-Beratungsauftrag kein Preisvergleich eingeholt.