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Omicron-Untervariante: Nächste Lockerung im Schatten von BA.5

„Nach internationalen Überwachungsdaten sollten diese Optionen Wachstumsvorteile gegenüber ihren Vorgängern haben“, sagte das COVID-Prognosekonsortium. BA.4 und BA.5 sind wahrscheinlich viel ansteckender als die anderen Optionen. Diese Vermutung bestätigt sich derzeit in Portugal: Dort dominiert die Ende März erstmals entdeckte Option BA.5 mit fast 80 Prozent aller gemeldeten Neuinfektionen inzwischen nicht nur die Pandemie, sondern sorgt auch für einen deutlichen Anstieg der Zahl der Neuinfektionen Fälle.

Bei mehr als 30.000 Infektionen pro Tag sprechen Virologen laut Tagesspiegel von einer „Explosion der Neuinfektionen“, was bedeutet, dass wegen BA.5 die „Hoffnung auf einen normalen Sommer“ schwinde. Vielmehr gehen mit der wachsenden Belastung der Krankenhäuser und dem zunehmenden Fehlen von Quarantänekräften erneut wachsende Rufe nach Verschärfungen der CoV-Maßnahmen einher, die auch in Portugal mittlerweile weitgehend entfallen.

ECDC erwartet “deutlichen Anstieg”

Für Österreich erwartet das Covid-19 Forecasting Institute in dieser Woche einen Abwärtstrend bei den Infiziertenzahlen – „aber die Fallentwicklung ist von einer diametral entgegengesetzten Dynamik gekennzeichnet.“ Hier sprechen wir zum einen über den saisonalen Effekt und zum anderen über die Reduzierung des Impfschutzes.

Über die Virulenz von BA.4 und BA.5 gibt es „immer noch nicht genügend Informationen“ – aber Experten weisen in ihrer neuesten Prognose darauf hin, dass seit der WHO das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) diese Omikron-Linien klassifiziert hat als Problem.

Hack, um Varianten zu überwachen

Schließlich rechnet das ECDC auch in den kommenden Wochen und Monaten mit einem „deutlichen Gesamtanstieg der Infektionszahlen in Europa“. Ob und welche Folgen dies haben könnte, bleibt in der ECDC-Prognose weitgehend offen. Demnach gibt es noch keine Hinweise darauf, dass die beiden neuen Optionen zu schwierigeren Studiengängen führen würden als BA.1 und BA.2 – die Datenlage ist aber noch sehr unklar.

Ärgerlich ist nur die Kombination aus dem unvorhergesehenen Versuchsende in Schulen (dies ist die einzige Gruppe, die ständig überwacht wurde), der fehlenden Finanzierung der Schmelzkurvenanalyse BA.4 / BA.5, der Diskussion um die Reduzierung der Abwasseranalyse.

– Mario Dujakovic (@mariodujakovic) 29. Mai 2022

Die aktuelle Datenlage und die Frage nach dem hohen Anteil von BA.4 und BA.5 an heimischen CoV-Neuinfektionen haben in Österreich für heftige Diskussionen gesorgt. Demnach kenne Wien „wie alle anderen Bundesländer“ die Anteile derzeit nicht, so Wiens Gesundheitsratssprecher Peter Hacker (SPÖ) Mario Dujakovic. Neben dem Auslaufen von Schultests kritisierte er die laufende „Überwachung dünner Virusvarianten“ via Twitter sowie „eine Diskussion zur Reduzierung der Abwasseranalyse“.

Ein Sprecher von Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne), Daniel Böhm, dementierte auf Twitter, dass „die Bundesregierung Überwachungsoptionen hätte einstellen sollen“. Dementsprechend “wird derzeit mehr auf Sentinel-Analysen gesetzt, um genauer zwischen verschiedenen Varianten von Omicron zu unterscheiden”.

Das ist nicht wahr. Derzeit wird ein größerer Schwerpunkt auf die Sentinel-Analyse gelegt, um die verschiedenen Varianten von omicron genauer unterscheiden zu können. Daher hat sich der Fokus des PCR-Varianten-Screenings dorthin verlagert. Sentinel wird vom Bund über PCR aus den Bundesländern verarbeitet.

– Daniel Böhm (@daniiiielb) 29.05.2022

“Läuft im Juli aus”

Ulrich Elling von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften stellt in diesem Zusammenhang fest, dass die Beobachtung noch nie so systematisch auf alle Bundesländer verteilt war wie jetzt. Auf Twitter bemerkte der Molekularbiologe zudem: „Alle Staaten stellen derzeit die Überwachung ein. Auch die absoluten Zahlen der Infizierten werden immer unklarer, da nicht mehr immer auf PCR getestet wird.

Die Termine für BA.4/5 werden immer klarer. Wir werden wahrscheinlich im Juli eine Welle haben. So viel zu 3 Monaten Maskenruhe …

– Ulrich Elling (@EllingUlrich) 29. Mai 2022

Trotzdem werden die Zahlen für BA.4 und BA.5 „immer deutlicher. Wir werden wahrscheinlich im Juli eine Welle haben“, sagte Elling in einer kritischen Seitengeste auf das bevorstehende Ende der Maskenpflicht.

Eine neue CoV-Verordnung ist in Kraft

Gemäß der aktualisierten Verordnung über grundlegende Maßnahmen Covid-19, die das Gesundheitsministerium am Montag veröffentlicht hat, wird die Maskenpflicht ab Juni auf Krankenhäuser, Sanatorien und andere Orte, an denen Gesundheitsdienste und Pflege erbracht werden, beschränkt für die Älteren. und Pflegeheime.

Eine Wiedereinbürgerung ist bei steigenden Fallzahlen möglich, eine Wiedereinbürgerung im Herbst wahrscheinlich, so das Gesundheitsministerium. Die Bundeshauptstadt Wien geht weiterhin ihren eigenen Weg und behält die Maskenpflicht zumindest in öffentlichen Verkehrsmitteln, Arztpraxen und Apotheken bei.