Bis: 10.06.2022 21:32
Vor knapp zwei Wochen hat Shanghai die Kronenpflicht für die meisten Einwohner gelockert. Doch nun werden die Maßnahmen noch einmal verschärft. Ab Samstag gibt es wieder eine Ausgangssperre und Massentests.
Die Behörden in Shanghai zogen kurz nach Ende der Blockade die Zügel an: 15 der 16 Bezirke kündigten am Samstag nach neuen Infektionsfällen Tests für ihre rund 23 Millionen Einwohner an. Außerdem sind bis zur Durchführung aller Tests sechs von ihnen gesperrt. Danach dürfen die Menschen nicht mehr ausgehen oder sich nur noch eingeschränkt in ihrer Nachbarschaft bewegen.
Etwa acht der 26 Millionen Einwohner Shanghais sind von der Ausgangssperre betroffen. Sparmaßnahmen wurden zunächst nur für den Distrikt Minhang angekündigt. Die betroffenen Gebiete werden laut Chinas staatlicher Global Times für den Testzeitraum unter „geschlossenes Management“ gestellt. Sobald die Massentests beendet sind, werden Nachbarschaften, in denen positive Fälle gefunden werden, normalerweise für längere Zeit abgeschnitten.
Strikte „Null-Covid-Strategie“
Zwei Monate später hob das Wirtschafts- und Finanzzentrum Shanghai am vergangenen Mittwoch seine umstrittene und teils chaotische Blockade auf, schnitt Lieferketten ab und machte sich auch in Deutschland bemerkbar.
Die Ausgangssperre für 26 Millionen Menschen wurde weitgehend aufgehoben, obwohl einige Stadtteile unter Blockade geblieben sind oder nach neuen Corona-Fällen wieder geschlossen wurden. Die meisten Geschäfte waren jedoch geöffnet. Öffentlicher und privater Verkehr war wieder erlaubt. China verfolgt seit Beginn der Corona-Pandemie die strikte „Null-Strategie“ von Covid. Mit dem Aufkommen der Omicron-Variante kam es jedoch zu großen Ausbrüchen.
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