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ORF Summer Talk: Vizekanzler Kogler: „Ja, ich würde zur Waffe greifen“

Tropische Temperaturen herrschten am Montagabend in Wien, als Vizekanzler und Grünen-Chef Werner Kögler bei den Sommergesprächen des ORF Rede und Antwort stand. Das Gespräch war auch manchmal hitzig.

Das waren die Kernbotschaften

Von der vor ihrer Einführung abgeschafften Impfpflicht bis zur Kritik des Bundesrechnungshofs an der Corona-Förderstelle Cofag: Die bisherigen Fehler und Versäumnisse der Bundesregierung haben viel Raum eingenommen. Kogler verteidigte sich und seine Partei: Die Impfpflicht wäre damals gerechtfertigt gewesen. Das Finanzministerium wäre für die Fehler der Cofag verantwortlich gemacht worden – man hätte mehr Zeit für die Einrichtung des NGO-Fonds eingeräumt, für den die Grünen verantwortlich waren.

Konkret wurde Kogler zur Besteuerung von Mehrgewinnen von Energieunternehmen befragt. Experten konkretisieren derzeit Höhe und Machbarkeit. Wie hoch die Steuer sein wird, ist noch nicht konkretisiert. Aber: „In jedem Fall muss die Investition in Erneuerbare Energien von der Bewertungsgrundlage abgezogen werden.“ Eine Strompreisbremse werde derzeit entwickelt. Er denkt laut über ein ähnliches Modell für Gaskunden nach. Bei gasbeheizten Wohnungen gewährt Kogler einen Rabatt auf die Referenzmiete.

Es war der emotionale Höhepunkt

Auf die Frage „Würden Sie zur Verteidigung Österreichs zu den Waffen greifen?“ antwortete Kogler ohne nachzudenken: „Ja!“, und einer tut alles.“ Kogler verteidigte energisch Sanktionen gegen Russland und die Unterstützung der Ukraine: „Ja, alle wollen Frieden. Aber das bedeutet nicht, dass die Ukraine dem Untergang geweiht ist. „Man muss sie unterstützen.

Atmosphäre

In Anbetracht der Thematik gab es bei den Summer Talks nicht viel zu lachen. Kogler brachte etliche Argumente vor, vor allem aber aus der Verteidigung.