Der RBB-Rundfunkvorstand entließ Direktorin Patricia Schlesinger (61)!
Der Skandal-Intendant wurde „mit sofortiger Wirkung“ freigestellt – dafür stimmten 22 von 23 Radioräten bei einer Krisensitzung. Damit wird die Vertragsbeendigung offiziell eingeleitet. Nach Informationen von BILD wehrte sich Schlesinger nicht gegen ihre Kündigung und forderte KEINE Entschädigung.
Der Grund für den Abgang der Regisseurin: ein privates Abendessen mit der Berliner Polizeipräsidentin Barbara Slovik, für das sie den Sender bezahlen musste. BILD hat es verraten.
Schlesinger spritzte 1.154,87 Euro auf das Konto des RBB
BILD legte am 8. August die Spesenabrechnung vor: 1.154,87 Euro forderte die Regisseurin im Februar von ihrem Sender für Essen. Nach zwei Flaschen Sekt (“Veuve Clicquot”) sollen die neun Gäste zwölf Flaschen Wein für das Vier-Gänge-Menü in Schlesingers Wohnung in Schöneberg geleert haben. Unter ihnen die Polizeipräsidentin Barbara Slovik und der Leiter der Charité Hayo Cromer mit ihren Ehemännern.
Am nächsten Tag leitete die Staatsanwaltschaft eine Korruptionsermittlung ein. Slowik und Kroemer erklärten sofort, dass es sich um eine “rein persönliche” Einladung handele. Sie würden nicht wissen, dass RBB für die Gastfreundschaft bezahlt hat.
Ohne diese Erklärung wäre beides in den Fokus der Ermittler geraten. Aus für Schlesinger.
Beim RBB-Krisentreffen sagte Schlesinger zu dem Vorwurf: „Ich kann verstehen, dass einige Gäste das Essen am 12. Februar gegessen haben. gilt als privat.”
Zu den Beraterverträgen ihres Mannes Gerhard Spierl mit der Messe Berlin sagt sie jedoch nichts.
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Rebellion gegen den „goldenen Handschlag“ für den Skandalregisseur
Neben Schlesingers sofortiger Absetzung wurde auch über eine mögliche Entschädigung des in Ungnade gefallenen Regisseurs diskutiert. Die ehemalige RBB-Chefin (die rund 300.000 Euro im Jahr verdient) hat in ihrem Kündigungsschreiben eine Barzahlung vorgesehen. Doch einzelne Mitglieder des Radio- und Fernsehrates, des Journalistenverbandes und Politiker beharren seit langem darauf, dass es keinen „goldenen Handschlag“ gibt.
Dann am Montag die Wende: Nach Informationen von BILD lehnte Schlesinger eine Entschädigung ab.
Vor Beginn der Versammlung demonstrierten rund 50 RBB-Freiberufler vor dem Fernsehhaus an der Masurenallee in Berlin. „Erstatten Sie das Programm zurück“, forderten sie auf Transparenten, aber auch „Stoppen Sie den Filz“, „Geben Sie die Prämien zurück“ und „Fahren Sie nicht fort!“.
2016 bekam Schlesinger erstmals den Posten des Intendanten des RBB, am 1. Januar 2022 wurde er sogar Chef der ARD. Sie trat Anfang August von beiden Ämtern zurück.
Der Rundfunkrat tagt ab 16:00 Uhr in der RBB-Zentrale in der Masuren-Allee
Foto: Monika Skolimovska/dpa
Auch bei der ARD-Filmtochter gingen Stellen verloren
Nach ihrem Rücktritt aus der Geschäftsführung von ARD und RBB gab es für Patricia Schlesinger (61) auch im Aufsichtsrat der ARD-Filmtochter Degeto Konsequenzen: Schlesinger wurde gefeuert.
Die Degeto Film GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main teilte am Sonntag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit: „I.d. RBB-Geschäftsführer Hagen Brandstätter hat Frau Schlesinger als Aufsichtsratsmitglied der Degeto abberufen.’
Brandstetter, der nach seinem Rücktritt vor einer Woche die Geschäfte an der Spitze des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB) übernahm, sagte zuvor im RBB-„Medienmagazin“: Er habe am Freitag einen Brief unterschrieben, wonach Schlesingers Rolle länger unterstützt werde Die Tafel.
Zuvor war Schlesinger Aufsichtsratsvorsitzender. Die Degeto ist eine ARD-Gemeinschaftseinrichtung, die unter anderem für Serien und Spielfilme zuständig ist.
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