Die Chinesen sind seit drei Jahrzehnten wütend auf den amerikanischen Demokraten
1991 entfaltete Pelosi ein Protestbanner auf dem Platz des Himmlischen Friedens
Chinas Führer haben seit mehr als drei Jahrzehnten nichts als Verachtung für die hochrangige US-Politikerin Nancy Pelosi empfunden. Chinas Hass auf die Demokratin begann 1991, als sie auf dem Tiananmen-Platz ein Protestbanner entrollte. China vergisst nicht.
Sprecherin des US-Repräsentantenhauses Nancy Pelosi Nancy (82) hat eine lange Geschichte der Kritik an der chinesischen Regierung.
Unvergessen ist ihr Besuch auf dem Tiananmen-Platz in Peking im Jahr 1991, zwei Jahre nach der blutigen Niederschlagung der Proteste auf dem Platz des Himmlischen Friedens.
Pelosi entrollte ein Protestbanner zu Ehren der getöteten Demonstranten. Ihr Protest – zusammen mit zwei Kongressabgeordneten, dem Demokraten Ben Jones und dem Republikaner John Miller – dauerte nicht lange.
Pekings lange Verachtung für Pelosi
Die drei amerikanischen Politiker legten am Märtyrerdenkmal drei weiße Blumen nieder. Chinesische Sicherheitsbeamte griffen ein. Seitdem herrscht zwischen Peking und Pelosi eine Eiszeit.
Pelosi selbst erinnerte sich auf Twitter an diesen historischen Besuch und Protest vor drei Jahren. „Vor 28 Jahren reisten wir zum Platz des Himmlischen Friedens“, schrieb sie, „um den Mut und die Opferbereitschaft von Studenten, Arbeitern und einfachen Bürgern zu ehren, die sich für die Ehre und die Menschenrechte eingesetzt haben, die allen Menschen zustehen. Bis heute sind wir entschlossen, ihre Geschichte mit der Welt zu teilen.”
Seitdem hat die chinesische Regierung keinen Hehl aus ihrer Verachtung für Pelosi gemacht und den Demokraten einmal als „voller Lügen und Fehlinformationen“ denunziert.
Pelosis Besuch ist eigentlich nichts Außergewöhnliches
Pelosis Besuch in Taiwan ist keineswegs ungewöhnlich. Delegationen des US-Kongresses besuchen häufig das Land. Pelosi ist auch nicht der erste Sprecher des US-Repräsentantenhauses, der den Verbündeten besucht.
Die Frage ist also, warum Peking so entschlossen zu sein scheint, diesen Besuch in eine Krise zu verwandeln. Die gemeinsame Geschichte beider Seiten im Streit ist sicherlich ein Grund. Sonstiges: China rückt die angespannte geopolitische Lage ins Rampenlicht. Ein Augenzwinkern an die Amerikaner: Peking sieht vom Konflikt in der Ukraine ab. (ke)
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