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Pilotprojekt: Ganztägige Sommerschule in Vorarlberg – Vorarlberg –

23.08.2022 17:21 (akt. 23.08.2022 18:38)

©VN/Stiplovsek

Die Sommerschule, die ursprünglich aufgrund von Lerndefiziten im Zusammenhang mit der Krone eingeführt wurde, startete als Pilotprojekt in Altach und Höchst.

Am Montag startete die Sommerschule zum dritten Mal in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland. Ursprünglich eingeführt, um Corona-bedingte Lernnachteile auszugleichen, steht die Sommerschule nun auch Studierenden ohne besonderen Förderbedarf offen. Ziel sei es, in diesem Jahr Sommerschul- und Hortangebote der Bundesländer besser zu integrieren, sagte Bildungsminister Martin Polášek (ÖVP) am Dienstag.

Pilotversuche in Vorarlberg

Erstmals in diesem Jahr kann die Sommerschule ganztägig angeboten werden. Im Burgenland gibt es beispielsweise ein zusätzliches Nachmittagsprogramm an 20 Standorten, in Vorarlberg laufen Pilotversuche in Altach und Höchst und in Wien gibt es laut Ministerium Kooperationen mit sommerlichen Citycamps. Im Osten hat bereits die diesjährige Sommerschule für 17.200 Schüler begonnen, die anderen Bundesländer folgen am kommenden Montag.

Auch inhaltlich gab es in diesem Jahr eine Erweiterung: Neben Deutsch und Mathematik (sowie allgemeinbildenden Fächern in der Grundschule) gibt es diesmal auch Vorschläge für Englisch. Neben Förderunterricht sollen Kinder und Jugendliche ihre schulischen Inhalte vertiefen oder sich auf Abiturprüfungen, den Übergang nach der 4. oder 8. Klasse vorbereiten oder an Schulwettbewerben wie der Chemie-Olympiade teilnehmen können. Es gibt auch Deutschkurse für Studierende, die aus der Ukraine geflohen sind. Weitere Erweiterungen sind laut Ministerium für 2023 geplant.

Die Teilnahme bleibt freiwillig

In den Grund-, Mittel- und Förderschulen sowie in den Unterstufen der AHS wird die Sommerschule als Projektunterricht in Kleingruppen von sechs bis 15 Kindern durchgeführt, vier Fünftel der Anmeldungen entfallen auf diese Schularten. Auf den oberen Ebenen gibt es ein Kurssystem. Insgesamt gibt es in diesem Jahr fast 1.000 Sommerschulplätze. Für Studierende bleibt die Teilnahme freiwillig, während Lehrende Studierende und Lehrende (je rund 1.500) den Unterricht leiten.

Seit ihrer Einführung im Jahr 2020 habe sich die Summer School stetig weiterentwickelt, betonte Polasek am Dienstag bei seinem Besuch einer Summer School in Wien. Für Eltern ist dies eine attraktive Babysitter-Möglichkeit, Lehramtsstudierende können hier praktische Erfahrungen in der Schule sammeln. Diesmal wurden Anstrengungen unternommen, um Studenten in alle Regionen zu bringen. Wir hoffen auch, dass das freundschaftliche Modell, bei dem besonders gute Schüler den Unterricht auflockern, junge Menschen für den Lehrberuf begeistern wird. Für diese Gruppe ist in Teacher Training (PH) Colleges eine eigene Friendly Academy geplant.