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Projektberichte zum Thema Pilnaček und Marek in einem Unterausschuss

Die Berichte wurden laut Oberstaatsanwalt Georg Schmid-Grimburg vor etwa zwei Monaten erstellt. Sie müssen sich unter anderem damit befassen, ob gegen Pilnacek Anklage erhoben wird oder ob überhaupt ein Ermittlungsverfahren gegen Marek eingeleitet wird. Die Staatsanwaltschaft Innsbruck ermittelt gegen den entlassenen Abteilungsleiter wegen des Verdachts der Falschaussage, des Landesverrats und des Amtsmissbrauchs. Es ist nicht klar, wovon Marek spricht. Zum Inhalt wollte sich die Staatsanwaltschaft nicht äußern.

Der Sprecher der Staatsanwaltschaft Innsbruck, Hansorg Mayr, und des Justizministeriums bestätigten gegenüber der APA, dass ein Berichtsentwurf zur Ermittlung des Anfangsverdachts gegen Marek vorgelegt worden sei. Zu Thema und Inhalt wollte keiner von beiden Angaben machen.

Schmid-Grimburg, der ursprünglich für die Staatsanwaltschaft Wien tätig war, wurde während des Verfahrens in die Staatsanwaltschaft Innsbruck berufen und ist zuständig für die Ermittlungen gegen Pilnacek und den Leiter der Staatsanwaltschaft Wien, Johann Fuchs. Während seiner Vernehmung muss er erklären, warum diese Verteilung vorgenommen wurde.

In einem von der Staatsanwaltschaft Wien geführten Verfahren erweckten die Ergebnisse eines Handygesprächs auf dem Gerät des Investors Michael Toiner in der Folge Verdachtsmomente gegen Fuchs. Aus diesem Grund sei das Verfahren nach Innsbruck verlegt worden, so Schmid-Grimburg – um nicht die Weisungskette an die von Fuchs selbst geleitete Staatsanwaltschaft Wien zu führen. Anschließend wurde er vom Justizministerium in die Staatsanwaltschaft Innsbruck berufen. Damit hatte er selbst nicht gerechnet, aber in diesem Fall war es durchaus üblich. Dass auch die Staatsanwaltschaft Innsbruck ein Verfahren gegen Pilnacek führe, habe er zunächst nicht gewusst, da der betreffende Fall eingestellt worden sei.

Vor Schmid-Grimburg beantwortete OGH-Vizepräsident Marek Fragen vor dem Gremium. Sie wurde 2014 zur Leiterin der Staatsanwaltschaft Wien ernannt, obwohl sie nicht in der ersten Reihe saß. Durchgesickerte Chats deuten darauf hin, dass Mareks Casting möglicherweise parteipolitisch motiviert war. Auf Nachfrage dementierte sie solche Netzwerke jedoch: “Ich kenne die Justiz, aber nicht das System von Pilnacek.” Von der Auseinandersetzung mit der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) habe sie keine Ahnung, denn „ich bin seit mehr als vier Jahren Vizepräsidentin des OGH“.

2014 wählte der damalige Justizminister Wolfgang Brandstetter (ÖVP) nicht den vom Personalausschuss erstplatzierten Kandidaten, sondern Marek, der sich erst in letzter Minute bewarb. Brandstetter begründete seine Entscheidung damit, dass die eigentliche Favoritin Ilse Maria Vrabl-Sanda als Chefin der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) “unersetzlich” sei. Als Gegenleistung für seine Bitte erwartete Marek, zwei Jahre später mit der Leitung der Generalstaatsanwaltschaft belohnt zu werden.

Konfrontiert mit ihren Chat-Nachrichten an Brandstetter (ÖVP), nachdem ihr die Leitung der Generalstaatsanwaltschaft nicht übertragen worden war: „Danke für den unbequemen Auftritt bei der Perskomm. Nitel und Vrabl mussten verhindert werden.“), war Marek selbst „betroffen“. „Die Worte sind „absolut unangebracht, extrem zynisch und respektlos.“ Marek konnte die Passage „Alle deine Leute sind versorgt“ nicht erklären.“

Marek stellte auch Fragen zum Verfahren gegen den Immobilieninvestor Rene Benko – „Causa Schlössle“ – das während ihrer Zeit als Oberstaatsanwältin auf Weisung eingestellt wurde. Dann sprechen wir vom privaten Vorkaufsrecht der Gemeinde Lech. Die Informantin betonte, sie habe bei der Einstellung “nicht nur Anweisungen gegeben”. Der Weg führte durch das Ministerium zum Unterrichtsrat.

Dritter Angeklagter war Robert Djirovski, Leiter der Abteilung für Groß- und Strafsachen, die in der Abteilung für einzelne Strafsachen des Justizministeriums meldepflichtig sind. Er berichtet etwa über die unterschiedlichen Rechtsauffassungen zwischen ihm und Pilnacek zur Meldepflicht gegenüber Brandstetter bei einem Beruf, bei dem Brandstetter Bedenken gegen den erstklassigen Abteilungsleiter hatte und eine Anhörung in eigener Regie eingeleitet hat. ein beteiligter Fahrer aus dem Ministerium. Er, Schirowski, befürworte eine Meldepflicht, Pilnacek sei dagegen.

Jirovski kündigte zudem eine Anordnung des ehemaligen Justizministers Josef Moser (ÖVP) an, die Arbeit der WKStA zu überprüfen. Dies wurde ihm wahrscheinlich von Pilnaček geschickt, aber er weiß es nicht genau. Er hat ansonsten keine ähnlichen Anordnungen bezüglich der Prüfung anderer Staatsanwälte erhalten. Ergebnis der Inspektion: Die meisten WKStA arbeiten stabil, ihre Berichte sind meist angenehm zu lesen. Hin und wieder gab es aber auch Probleme. Insgesamt sei die WKStA gut aufgestellt, „aber nicht so elitär, wie sie sein möchte“.

Ein weiteres Thema war die Strafanzeige gegen Fuchs, die die Staatsanwaltschaft Innsbruck aufgrund von Bedenken des Beirats des Justizministeriums anpassen musste. Zhirovski selbst hatte eine neue Präsentation vor dem Unterrichtsrat vorbereitet – das Kabinett hielt dies jedoch nicht für erforderlich und der Minister begründete dies. Darauf folgte laut Zhirovski: Einerseits entspreche die Anpassung den Anliegen des Ausbildungsrates, andererseits habe der Ausbildungsrat selbst in einem früheren Fall signalisiert, sich nicht noch einmal damit befassen zu wollen.