Germany

Regenbogenparade in Wien: Eine Polizistin setzt sich eine Glasflasche auf den Kopf

An . – 12.06.2022 12:50 (akt. 12.06.2022 13:02)

Bei einem Regenbogenparade-Einsatz am Samstag in Wien wurde einer Polizistin eine Glasflasche über den Kopf geworfen.© APA/EXPA/FLORIAN SCHROETTER (Symbolbild)

Am Sonntag zog die Polizei eine Bilanz des Regenbogenparade-Einsatzes am Samstag in der Wiener Innenstadt. Vor allem bei der Gegensitzung gab es viel Arbeit für die Funktionäre.

Nach Angaben der Veranstalter verlief die Regenbogenparade mit rund 250.000 Teilnehmern am Samstag in der Wiener Innenstadt durchgehend ruhig. Es gab nur wenige polizeiliche Vorfälle, die meisten der 30 Anzeigen, die die Polizei während des Einsatzes erstattete, betrafen den „Marsch für die Familie“ der Pride-Gegner und die Gegendemonstration am Stephansplatz.

Laut Polizeisprecher Marcus Dietrich wurden insgesamt 24 Straftaten und 6 Ordnungswidrigkeiten angezeigt. Der Pride fand entlang des Rings statt und endete am Abend auf dem Rathausplatz. Etwa zur gleichen Zeit fand eine rechtmäßig angekündigte Kundgebung als “Marsch für die Familie” am Stephansplatz statt, die am Ballhausplatz endete.

Polizeiprotokoll der Regenbogenparade in der Wiener Innenstadt

Die Teilnehmer versammelten sich gegen 14:00 Uhr auf dem Stephansplatz. Gegen sie bildete sich eine Spontandemonstration mit etwa der gleichen Zahl von Demonstranten. Die Wiener Polizei richtete zunächst einen geschützten Bereich zwischen den Versammlungen ein. Dabei ging es einerseits darum, Unterbrechungen und Gewalttaten zwischen Gruppen zu verhindern und andererseits das verfassungsmäßige Recht auf ordnungsgemäße Versammlungsordnung zu gewährleisten. Da die Teilnehmer der Gegenkundgebung jedoch anschließend die vorgeschriebene Schutzzone missachteten und mehrere mündliche Aufforderungen der Polizei missachteten, wurden diese Personen schließlich von der Polizei vertrieben.

Gegenmontage hat den vorgeschriebenen Schutzumfang missachtet

Die Teilnehmer des „Marschs“ – ihre Zahl lag nach Angaben Dietrichs im unteren dreistelligen Bereich – standen am Samstagnachmittag sofort etwa ebenso vielen Gegendemonstranten gegenüber. Nach Angaben der Polizei hielten sie sich nicht an die Schutzzone zwischen den beiden Gruppen, weshalb sie sich für eine „Abwehr“ entschieden. „Um diese Maßnahme durchzusetzen, wurde das Reizgasspray als milderes Mittel eingesetzt als andere, invasivere Maßnahmen“, sagte der Sprecher. Eine Glasflasche flog, eine Polizistin erlitt eine Platzwunde. Die Wunde erfordert ärztliche Hilfe. Der Beamte konnte seinen Dienst nicht fortsetzen.

Die Teilnehmer der Gegendemonstration trafen auf einen Polizisten mit einer Glasflasche auf dem Kopf

Danach begaben sich die Teilnehmer der Kundgebung der angekündigten Kundgebung zum Balhausplatz, wo die letzte Kundgebung ohne weitere Zwischenfälle stattfand. Während der Operation wurden insgesamt 30 Signale empfangen, davon 24 für kriminelle und 6 für administrative Verstöße. Die Ziele zum Schutz der öffentlichen Ordnung und Sicherheit und zur Verhinderung einer Begegnung der Kundgebungsteilnehmer mit widersprüchlichen Interessen wurden erreicht.