Rekordtemperaturen in Frankreich
Auch weite Teile Europas sind von der für die Jahreszeit ungewöhnlichen Hitzewelle betroffen. In Frankreich drohten Rekordtemperaturen von 42 Grad Celsius. Der Wetterdienst Météo France spricht von der frühesten Hitzewelle seit 1947.
Elf Regionen haben bereits neue Temperaturrekorde für den Juni aufgestellt. Mehrere Festivals, Sport- und Kulturveranstaltungen wurden abgesagt. Bei extremer Hitze starben am Freitag zwei Rentner an der Westküste des Strandes von Pornichet, berichtete der Fernsehsender France Info.
In Spanien verwüsten Waldbrände Tausende Hektar Land
In Spanien, das ebenfalls von ungewöhnlicher Hitze heimgesucht wurde, verwüsten Waldbrände seit Tagen Tausende Hektar Land. In der Sierra de la Culebra im Nordwesten waren bis zu 20.000 Hektar betroffen.
14 Städte wurden vorsorglich evakuiert. In mehreren anderen Regionen löschten Rettungsdienste weitere Brände. Im nordöstlichen Teil von Saragossa werden Temperaturen von bis zu 43 Grad erwartet.
Die schlimmste Dürre seit 70 Jahren in Norditalien
In Norditalien leidet die Poebene unter der schlimmsten Dürre seit 70 Jahren, und einige Gemeinden normalisieren die Wasserverteilung. Laut Landwirtschaftsverband Coldiretti ist dort die Hälfte des Ackerlandes gefährdet.
Wissenschaftler: Eine direkte Folge des Klimawandels
Laut Wissenschaftlern ist die Zunahme von Hitzewellen und Dürren eine direkte Folge der globalen Erwärmung. Die Intensität sowie die Dauer und Häufigkeit dieser Phänomene nehmen zu.
Die Hitze setzt auch den Allgäuer Alpen zu. Laut Alpwirtschaftsverein wachsen Pflanzen durch den Klimawandel nun schneller. Eine Auswertung von Satellitenbildern zeigt, dass die Alpen auch oberhalb der Baumgrenze grüner werden. Das ist kein Grund zur Freude, sagen Wissenschaftler. Dadurch erwärmen sich die Berggebiete noch schneller, was den Klimawandel weiter ankurbelt.
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