Bundesliga-Pressekonferenz
Lewandowski hat sich öffentlich vom FC Bayern getrennt
Bis: 17:40 | Lesezeit: 4 Minuten
„Die Geschichte des FC Bayern ist vorbei“, verabschiedete sich Lewandowski
Robert Lewandowski pocht darauf, München umgehend zu verlassen. „Meine Geschichte beim FC Bayern ist vorbei. Ich kann mir keine weitere gute Zusammenarbeit vorstellen“, sagte der Stürmer am Montag auf einer Pressekonferenz der polnischen Nationalmannschaft.
Robert Lewandowski will den FC Bayern verlassen, ist bisher aber gescheitert. Bislang hält sich die Kritik des Polen in Grenzen, jetzt hat er sich aber so stark zugespitzt, dass er keinen Spielraum mehr hat. Die Reaktion der Bayern folgte sofort.
Seine Chefs arbeiten mit Hochdruck an der Mannschaft der Zukunft, während Robert Lewandowski beurlaubt ist. Der Stürmer des FC Bayern war kürzlich an der Cote d’Azur zu Gast, besuchte die Filmfestspiele von Cannes und das Formel-1-Rennen in Monaco und feierte am Wochenende in einem Restaurant. Dies könnte seine letzte Sommerpause als Stürmer für München sein.
Lewandowski könnte den Verein noch vor der neuen Saison verlassen und sein Wechsel zu Barcelona wird diskutiert. Beim Formel-1-Rennen sagte er dem polnischen Fernsehsender Eleven Sports PL: „Spanien ist großartig. Wir haben ein Haus auf Mallorca. Das Spanien-Feeling ist da und ich finde, es ist ein richtig guter Ort – nicht nur, um dort Urlaub zu machen.“
Am nächsten Tag war Lewandowski bereits bei der polnischen Nationalmannschaft – und er folgte. Diesmal weniger moderat. Der Stürmer hat sich öffentlich vom FC Bayern getrennt, anders lassen sich seine Aussagen nicht interpretieren. „Meine Ära beim FC Bayern ist vorbei. Ich sehe keine Möglichkeit, weiter für diesen Verein zu spielen. Bayern ist ein seriöser Verein und ich glaube nicht, dass sie mich halten werden, ich will dort nicht mehr spielen. Überweisung ist die beste Lösung. Ich hoffe, sie halten mich nicht auf“, sagte Lewandowski auf einer Pressekonferenz.
Liverpools Stürmer Sadio Mané zeigte sich nach dem Endspiel gegen Real sehr enttäuscht und könnte nun nach München wechseln
Quelle: AFP / FRANCK FIFE
Bayerns Vorstandsvorsitzender Oliver Kahn reagierte mit einem Missverständnis auf die Äußerungen des Polen. „Ich kann Ihnen nicht sagen, warum Robert diesen Weg gewählt hat. Solche öffentlichen Äußerungen bringen Sie nicht weiter. „Robert ist hier zweimal hintereinander Weltfußballer geworden – ich denke, er muss wissen, was bei den Bayern los ist“, sagte Kahn gegenüber Sport1.
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Jetzt muss sich der FC Bayern noch mehr fragen, ob es sinnvoll ist, auf die Umsetzung des Vertrages zu pochen. Zumal Klubchef Cannes am Samstagabend bereits Lewandowskis möglichen Nachfolger im Auge hatte: Sadio Mané.
Der Vorstandsvorsitzende des deutschen Rekordmeisters saß beim Champions-League-Finale zwischen Liverpool und Real Madrid (0:1) im Stadion von Paris auf der Tribüne. Manet sagte kürzlich, er werde sich nach dem Finale zu seiner Zukunft äußern. Die Bayern sind von einem Transfer überzeugt. Mane, 30, ist ihr Traumspieler.
Manet hielt eine Abschiedsrede
Nach dem Match soll Manet so etwas wie eine Abschiedsrede über ein Fernsehmikrofon gehalten haben. Das folgende Zitat wurde vom Liverpooler Portal Talk of the Kop auf Twitter geteilt: „Ich denke, dieses Spiel ist schwer zu verstehen. Wir sind enttäuscht. Die Fans waren unglaublich. Ich möchte ihnen für alles danken – und dem Chef. Ich wünsche diesem Team allen Erfolg der Welt.“ Auch die spanische Zeitung „As“ berichtete über die Abschiedsrede. Ob Manet das wirklich gesagt hat, ist unklar. Auf jeden Fall will er seinen Klub verlassen. Manet und der FC Bayern – jetzt kann es schnell gehen.
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Sein Vertrag beim FC Liverpool läuft noch bis zum 30. Juni 2023, Manet will nach sechs Jahren bei den Briten eine neue Herausforderung annehmen. Auch Paris Saint-Germain soll Interesse haben. Angeblich kann sich Manet einen Wechsel nach München sehr gut vorstellen.
Das Gehalt kann bei einem Umzug eine wichtige Rolle spielen. Manet soll in Liverpool 12 Millionen Euro brutto im Jahr verdienen und gehört keineswegs zu den Bestverdienern im Team von Trainer Jürgen Klopp. Beim FC Bayern könnte der senegalesische Nationalspieler klar werden. Angeblich soll ein Dreijahresvertrag mit einem Jahresgehalt von mindestens 15 Mio. Euro im Gespräch sein.
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Hans-Wilhelm Müller-Wolfart
Manets Marktwert wird auf rund 80 Millionen Euro geschätzt. Bayern-Sportdirektor Hassan Salihamidzic hatte zuletzt mehrere Gespräche mit Manets Berater Björn Bezemer. Liverpool soll gesprächsbereit sein, wenn die Ablöse 50 Millionen Euro oder mehr beträgt, München will wohl rund 30 Millionen bieten. Der Verkauf von Lewandowski (Vertrag bis 30. Juni 2023) könnte mehr als 40 Millionen Euro einbringen. Bonuszahlungen können ein Argument in Manets Poker sein, Klubs können sich um rund 40 Millionen Euro treffen.
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Mit Verteidiger Nusair Mazrawi und Mittelfeldspieler Ryan Gravenberg, beide von Ajax Amsterdam, haben die Bayern bereits zwei Neuzugänge gefunden. Aber das ist nicht genug. Vor allem im Fall von Lewandowskis Abgang muss man noch bei einem Topspieler für die Offensive unterschreiben.
Real und Arsenal wollen Gnabri, Tolisso geht
Manet geht lieber über die Flanken runter, Trainer Julian Nagelsman kann das Spielsystem der Bayern entsprechend anpassen. Gelingt Manets Verpflichtung, wird Serge Gnabri den FC Bayern wohl verlassen müssen.
Ein Angebot des Klubs (laut 17 bis 19 Millionen Euro pro Jahr) zur Vertragsverlängerung hat die Nationalmannschaft noch nicht angenommen, Nachbesserungen will der FC Bayern nicht vornehmen. Real Madrid und Arsenal sollen an Gnabri interessiert sein.
Unterdessen gab der Klub bekannt, dass Corentin Tolisso den FC Bayern in fünf Jahren verlassen wird. Der im Sommer auslaufende Vertrag mit dem 27-jährigen Franzosen werde nicht verlängert, teilte der Klub am Montag in einer Abschiedsbotschaft „Merci, Coco“ mit.
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