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Sachsen: CDU bei Landtagswahl klar vorn, AfD schlechter als erwartet

Deutschland erste Runde

CDU bei Kreistagswahl in Sachsen klar vorne, AfD schlechter als erwartet

Zustand: 07:43 Lesezeit: 3 Minuten

In Dresden standen Oberbürgermeister Dirk Hilbert und Eva Janigen in der Stichwahl

Quelle: dpa / Robert Michael

In Sachsen gab es am Sonntag kein politisches Erdbeben. Im ersten Wahlgang ging kein Landratsamt an die AfD. Auch für die zweite Runde muss sie ziemlich schlechte Karten haben. Sie will und will das erste Regionalbüro in Sachsen im ganzen Land übernehmen.

Nach vorläufigen Ergebnissen behauptete die HDZ ihre Dominanz bei den Landtagswahlen in Sachsen. Die AfD hingegen schnitt in den neun Bereichen deutlich schlechter ab als erwartet. Im Kreis Mittelsaksen, wo sich die AfD die besten Chancen auf den ersten Kreisposten bundesweit ausrechnete, lag der parteilose Kandidat Dirk Neubauer nach dem ersten Wahlgang deutlich vor AfD-Kandidat Rolf Weigand. Am 3. Juli finden weitere Wahlen statt. In den Landkreisen Nordsachsen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hingegen steht bereits fest, dass die regierende HDZ ihre Ämter behalten wird. Auch der amtierende Bundespräsident Dirk Hilbert (FDP) lag in der Landeshauptstadt Dresden vorne – muss sich aber erneut der Abstimmung stellen.

„So funktioniert das in Sachsen: Wenn es darum geht, ein unmissverständliches Signal an die politische Mitte“, twitterte Sachsens neuer Innenminister Armin Schuster (CDU) am Sonntagabend. „So gehtsächsisch“ lautet der Titel der Imagekampagne von Saxon.

Der nordsächsische Landrat Kai Emanuel verteidigte sein Kabinett mit 62,9 Prozent der Stimmen. Der parteilose Emanuel, der für die HDZ kandidiert, hat die Kandidatin des rechtsextremen Freien Sachsen, Uta Hesse, im Stich gelassen. Sie erhielt 20,0 Prozent der Stimmen. CDU-Urgestein Michael Geisler bleibt in der Kreisverwaltung Pirna – Geisler erhielt 54,3 Prozent der Stimmen, doppelt so viele wie der AfD-Kandidat Ivo Taichman (23,9 Prozent). Auf eine absolute Mehrheit darf auch der amtierende Präsident Heinrich Greichen (CDU) im Landkreis Leipzig hoffen, der kurz vor Ende der Auszählung 70,3 Prozent der Stimmen erhielt. Er wurde auch von den Grünen unterstützt.

Platz 1 überall außer in Mittelsachsen

In allen Wahlkreisen außer Mittelsachsen liegt die HDZ klar auf Platz eins, steht aber vor einem weiteren Wahlgang. Anders als 2015 erhielt sie nicht sofort 50 Prozent der gültigen Stimmen. Daher wird bis zum 3. Juli nicht klar sein, ob diese Bereiche in der Hand der CDU bleiben werden. In den Landkreisen Bautzen, Görlitz, Zwickau, Vogtlandkrais und Erzgebirge können die Christdemokraten angesichts des ersten Wahlgangs aber mit guten Chancen rechnen. In Erzgebirge und Zwickau konkurrieren sie nicht nur mit der AfD, sondern auch mit starken Freien Wählern, die kurz vor der Stimmenauszählung in Zwickau 24,4 Prozent und im Erzgebirge 19,7 Prozent der Stimmen erreichten.

Auch die Dresdner müssen erwartungsgemäß wieder zur Wahl gehen. Am Sonntag lag der amtierende Präsident Dirk Hilbert mit 32,5 Prozent der Stimmen deutlich vorn, doch das reichte nicht zum Sieg. Die zweite Abstimmung ist für den 10. Juli geplant. Hilbert setzte sich für das Bündnis Unabhängige Bürger für Dresden ein, das auch vom HDZ unterstützt wird. Als “klares Statement” bezeichnete er am Sonntagabend das Ergebnis von Runde 1.

Dahinter lagen Dresdens Oberbürgermeisterin Eva Yanningen (Grüne) mit 18,9 Prozent, SPD-Innenexpertin Albrecht Palais (15,2 Prozent), AfD-Europaabgeordneter Maximilian Kra (14,2 Prozent) und der Linkskandidat Andre Scholbach (10,3 Prozent). Kandidaten kleiner Parteien und Einzelkandidaten hatten keine Chance. Zuvor hatten sich Linke, SDP und Grüne darauf geeinigt, im zweiten Wahlgang gemeinsam den stärksten Kandidaten der drei Parteien in die Stichwahl zu schicken. Demnach wird Eva Yanigen gegen Hilbert antreten. Auch der AfD-Krah-Mann will weitermachen.

Nach Angaben der Stadt lag die Wahlbeteiligung am Sonntag mit 47,4 Prozent etwas niedriger als 2015. Damals gingen im ersten Wahlgang 51,1 Prozent der Wahlberechtigten zur Wahl.

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