Ein Geldtransporter wurde am Mittwoch in der Uhlandstraße 85 in Berlin-Wilmersdorf angegriffen. Das bestätigte die Polizei am Mittag. Die Täter sollen geflüchtet sein.
Vier Menschen seien verletzt worden, drei mussten ins Krankenhaus gebracht werden, sagte ein Feuerwehrsprecher. Ein 49-jähriger Wachmann hat einen Schädelbruch und ein 39-jähriger Wachmann verletzte sich an der Hand. Zwei 57-jährige Bankangestellte wurden ebenfalls verletzt.
Der Raub wurde Berichten zufolge gegen 23:15 Uhr begangen. Am Tatort sind Polizei und Feuerwehr im Einsatz Foto: privat
Zuvor hatten Einheimische dem Tagesspiegel mitgeteilt, dass ein Geldbote vor einer Postbank-Filiale ausgeraubt worden sei.
Wie die Polizei mitteilte, ereignete sich der Überfall gegen 11.15 Uhr. Ein Einheimischer sprach von „Schüssen, Blut und Schreien“. Drei Täter flüchteten in einem schwarzen Audi, einem Kleintransporter mit Berliner Kennzeichen, in Richtung Berliner Straße. Polizei und Feuerwehr sind vor Ort.
Es gab viele Zeugen der Tat: Anwohner, Leute aus den umliegenden Geschäften, ein Pizzabote, der gerade sein Fahrrad abschloss, Leute aus dem Haus selbst und aus den umliegenden Restaurants. Zeugen wurden befragt, Gerichtsmediziner untergebracht. Inzwischen wurde ein Bus freigegeben, der direkt am Tatort stand.
Die Polizei patrouilliert am Nachmittag in den Häusern, sucht nach Zeugen und nimmt Kontaktinformationen auf, um sie an den “Gastgeber” Kripo weiterzugeben.
Sie sollen auf dem Bürgersteig erschossen worden sein Foto: Jeannette Hagen
Laut Tagesspiegel entwendeten die Täter in der Filiale eine Geldkassette des Sicherheitsdienstes, der den Laden belieferte. Augenzeugen zufolge wurden mehrere Schüsse auf den Bürgersteig vor der Filiale abgegeben. Die Polizei schrieb auf Twitter, die Täter hätten angeblich mehrere Schüsse in die Luft abgegeben und Tränengas eingesetzt.
Laut Polizei war die Ulandstraße zwischen Berliner Straße und Gunzelstraße gesperrt. Laut BVG auf Twitter wird die Buslinie 249 zwischen den Haltestellen U Hohenzollernplatz und U Blissestraße/Uhlandstraße in beide Richtungen umgeleitet.
Ein Augenzeuge, der ein Büro mit offenem Fenster direkt über der Post hat, sagte: „Zuerst hörte ich Schreie vor der Post. Dann sah ich einen schwarzen Audi, der ziemlich aufgeblasen war, und den Geldtransporter. Schüsse fielen. Dann fuhr der Audi los, mit Fahrer und Beifahrer, ein dritter kam aus der Post und setzte sich auf die Rückbank. Der Wagen zischte daraufhin mit quietschenden Reifen in Richtung Berliner Straße. Dann kamen relativ schnell die Polizei und die Krankenwagen.“
Am frühen Nachmittag bat die Berliner Polizei um Hinweise aus der Bevölkerung. Zeugen werden gebeten, Fotos und Videos auf dem Informationsportal der Polizei hochzuladen, das online unter be.zettelportal.de zu finden ist.
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Spektakuläre Überfälle auf Geldträger hat es in den letzten Jahren in Berlin immer wieder gegeben, oft mit ähnlichem Muster. Die Ermittler vermuten, dass an den Verbrechen überwiegend kriminelle Mitglieder arabischer Clans beteiligt waren. Wegen der Pandemie und wegen des energischen Vorgehens des Staates brauchten die Clans zunehmend Geld.
In der Vergangenheit kam es in Berlin immer wieder zu spektakulären Razzien bei Geldtransportern und Bankfilialen, das Modell ist oft ähnlich. Die Ermittler vermuten, dass an den Verbrechen überwiegend kriminelle Mitglieder arabischer Clans beteiligt waren. Wegen der Pandemie und wegen des energischen Vorgehens des Staates brauchten die Clans zunehmend Geld.
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