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Schweden und Finnland verhandeln in Ankara

Schweden und Finnland entsenden an diesem Mittwoch Delegationen nach Ankara, um die Einwände der türkischen Regierung gegen den NATO-Beitritt der beiden Länder zu erörtern. Das teilte das türkische Außenministerium am Dienstag mit, ähnlich äußerte sich auch der finnische Außenminister Peka Haavisto beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Verständlicherweise hat die Türkei Sicherheitsbedenken wegen Terrorismus. Wir glauben, dass wir diese Probleme lösen können, sagte er. Es kann aber auch Probleme geben, die nicht direkt mit Finnland und Schweden zusammenhängen, sondern mit anderen Nato-Mitgliedern. Am Wochenende fanden bereits Regierungsgespräche statt.

Matthias Wysuva

Politischer Korrespondent für Norddeutschland und Skandinavien in Hamburg.

Nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine beschlossen Schweden und Finnland, ihre lange Tradition der militärischen Blockfreiheit aufzugeben, und beantragten die NATO-Mitgliedschaft. Der türkische Präsident Erdogan hat jedoch sein Veto eingelegt und damit gedroht, den Beitritt der beiden Länder zu blockieren. Er kritisierte unter anderem die Weigerung beider Länder, türkische Staatsbürger auszuliefern, und warf Schweden unter anderem vor, „terroristische Gruppen“ zu unterstützen.

Am Dienstag veröffentlichte die türkische Regierung eine Liste mit Anträgen an Schweden zur Zustimmung zur Nato-Mitgliedschaft. Im Einklang mit dem Grundsatz der kollektiven Sicherheit des Bündnisses werden von Schweden konkrete Zusicherungen erwartet. Seit 2017 wird die Auslieferung von „PKK/PUD-Terroristen“ beantragt, eine positive Antwort ist jedoch noch ausgeblieben. Auch Schweden muss sein Waffenembargo gegen die Türkei aufheben.

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