Das Universitätsspital Lausanne (Chuv) und die ETH Lausanne (EPFL) haben einen neuen monoklonalen Antikörper entdeckt, der Omicron-Varianten des Coronavirus neutralisiert. Diese Entdeckung eröffnet neue Wege für präventive und therapeutische Anwendungen.
Bei Affen zeigte der neue Antikörper therapeutische Wirksamkeit und vollständigen Schutz bei prophylaktischer Anwendung, sagte Chuv in einer Erklärung. Diese in der Zeitschrift Nature Microbiology veröffentlichten Ergebnisse bieten neue Perspektiven für den Schutz von Risikopersonen, insbesondere von Personen mit Immunschwäche.
Der als P2G3 bezeichnete Antikörper wurde von einem infizierten und zweimal geimpften Spender isoliert. Es hat eine sehr starke neutralisierende Aktivität gegen alle besorgniserregenden Corona-Varianten gezeigt, einschließlich Omicron.
Spike-Proteinbindung verhindert Infektionen
Durch die Bindung an eine bestimmte Region des Spike-Proteins kann der Antikörper verhindern, dass das Virus an den Rezeptor bindet, der auf den von der Infektion betroffenen Zielzellen vorhanden ist. Diese Bindung schützt den Antikörper – anders als alle bisher zugelassenen Antikörper – auch vor Mutationen in allen Varianten.
Untersuchung der Omikron-Varianten BA.4 und BA.5
Diese Forschung wurde vor dem Erscheinen der omicron BA.4- und BA.5-Varianten durchgeführt. Jüngste Daten zeigen jedoch, dass der Antikörper laut Pressemitteilung seine neutralisierende Aktivität beibehält. Klinische Studien ab August 2022 sollen dies bestätigen.
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