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Sekundenschlaf: Crash mit fünf Verletzten

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Sekundenschlaf hat am Dienstagabend auf der Westautobahn (A1) bei Pöchlarn (Kreis Melk) zu einem Unfall mit fünf Verletzten geführt. Ein 45-jähriger Deutscher könnte hinter dem Steuer eines Autos eingenickt sein.

19.07.2022 11:36 Uhr

Ab heute, 11.36 Uhr online

Das Auto, in dem ein 40-jähriger Beifahrer saß, prallte gegen die Ladefläche eines Kleinlasters mit drei Insassen. Alle Teilnehmer wurden verletzt. Der 40-jährige Deutsche sei mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht worden, teilte die Polizei in einer Aussendung mit.

Der Kleinlaster wurde von einem 58-jährigen Türken in Richtung Wien gefahren, in dem Auto saßen auch eine 41-jährige Frau und ihr 23-jähriger Sohn aus Rumänien. Nach der Kollision wurden beide Autos auf die Seitengleise geschleudert und berührten die mittlere Betonbarriere, bevor sie auf der Straße zum Stehen kamen. Die Verletzten wurden in die Kliniken Sankt Pölten und Amstetten transportiert. Zwei Fahrspuren blieben nach dem Unfall kurz nach 01:30 Uhr für rund vier Stunden gesperrt.

Gefahr: ungeprüft beim nächsten Hindernis

„Unfälle durch Müdigkeit oder Sekundenschlaf enden meist sehr böse“, warnte Verkehrspsychologin Marion Seidenberger vom ÖAMTC in einer Aussendung. „Die sogenannten Offroad-Unfälle, bei denen das Fahrzeug mit hoher Geschwindigkeit von der Fahrbahn abkommt und oft ungebremst gegen ein Hindernis prallt oder einen Hang hinunterstürzt.

Laut Innenministerium gab es im vergangenen Jahr zehn tödliche Unfälle auf Österreichs Straßen, die auf Übermüdung zurückgeführt wurden. Im Monatsvergleich zeigt sich seit Mai 2021 ein rasanter Anstieg der ermüdungsbedingten Personenunfälle. Diese Entwicklung erreichte im Sommer ihren traurigen Höhepunkt: Knapp 14 Prozent aller durch Übermüdung oder Sekundenschlaf verursachten Unfälle ereigneten sich im Juli vergangenen Jahres.