Der Auftakt der Richard-Wagner-Festspiele in Bayreuth wurde von Sexismus-Vorwürfen überschattet. Die Staatsanwaltschaft hat nun ein Verfahren eröffnet.
Green Hill gilt plötzlich als Ort, an dem Frauen begrapscht und sexuell belästigt werden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen der Bayreuther Festspiele. „Das Ermittlungsverfahren wurde aufgrund der Medienberichterstattung von Amts wegen eingeleitet“, bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Bayreuth am Mittwoch die Medienberichte. „Das Verfahren richtet sich derzeit nicht gegen eine bestimmte Person, sondern gegen unbekannte Personen. Es sei noch keine Strafanzeige erstattet worden, sagte der Sprecher.
“Das sind unerhörte Anschuldigungen”
Im “Nordbayerischen Kurier” haben Frauen in der vergangenen Woche anonym berichtet, dass sie auf dem Grünen Hügel angefasst wurden oder sich sexuelle Anspielungen anhören mussten. Festspielchefin Katharina Wagner bestätigte, dass sie selbst betroffen gewesen sei: „Sexuelle Anspielungen und manche Übergriffe in gewisser Weise ja“, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. “Aber ich wusste mich zu schützen.” Sie fügte hinzu, sie habe “sehr, sehr klar gehandelt”.
Sie sei „schockiert“ über die Berichte über Angriffe, Beleidigungen und Anspielungen, sagte Wagner. Das Festival kündigte die Konsequenzen an. „Das sind ungeheuerliche Anschuldigungen“, sagte Vorstandsvorsitzender Georg von Waldenfels. “Es besteht kein Zweifel, dass wir dies mit aller Ernsthaftigkeit und Unerbittlichkeit verfolgen werden.”
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