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Shelter: Bitte fortfahren | DiePresse.com

Das Flüchtlingsmanagement wird neu organisiert. Die Grenzer sind erleichtert. Asylsuchende, die nicht bleiben wollen, sollen weiterziehen.

Die Zahl der Grenzübertritte von Ungarn ins Burgenland hat sich mit der warmen Jahreszeit vervielfacht. Am vergangenen Wochenende kamen innerhalb von 24 Stunden knapp 1.800 Menschen – ein kaum zu bewältigender Ansturm auf die Kommunen. Das Innenministerium versucht mit einem neuen Erlass, die Last auf alle Bundesländer zu verteilen. Mit politisch erfreulichem Nebeneffekt für die ÖVP: Viele werden wohl kein Asyl mehr beantragen und sofort weiterziehen.

Die Flüchtlingsbewegungen in Europa haben wieder Fahrt aufgenommen. Damit steigt auch der Druck auf Länder, die das Hauptziel von Flüchtlingen sind. Österreich gehört seit Jahren zu den Top-5-Destinationen in der EU. Die Zahl der Flüchtlinge hierzulande steigt derzeit, da Ungarn Asylanträge oft gar nicht annimmt und die Dublin-Verordnung ignoriert. Es besagt, dass das Asylverfahren im Erstankunftsland eröffnet werden muss. Da Ungarn keine Abschiebungen akzeptiert, bedeutet dies für Österreich: Menschen aus Ungarn haben die Grenze überschritten, um zu bleiben.