Alpine Skidisziplinen
Die Sommerhitze setzt den Gletschern in den Alpen zu und zwingt den Spitzensport zum Handeln. Da Schneemangel und Gletscherspalten ein Training in Österreich oder der Schweiz derzeit unmöglich machen, fliegen fast alle Weltcup-Athleten des Österreichischen Skiverbands (ÖSV) nach Südamerika – teilweise gegen die ursprünglichen Pläne.
27.07.2022 13.10
Online ab heute, 13:10 Uhr
„Wir brauchen viele Speed-Kilometer, weil die Aussichten für den Herbst hierzulande durchwachsen sind“, sagte ÖSV-Alpinchef Herbert Mandl der Tiroler Tageszeitung. In Zermatt und Saas-Fee in der Schweiz gibt es derzeit keine vernünftigen Bedingungen für ein Sommertraining. In Zermatt stellten die Bergbahnen den Sommerskilauf sogar vorübergehend ein.
„Der Status quo ist, dass wir Ende Juni eine Flaute festgestellt haben, was Ende August, Anfang September normal ist. Das ist sehr dramatisch, zumal die Gefahr neuer Risse zunimmt. Und wie willst du es schließen, wenn kein Schnee liegt?“, fragte sich Mandel.
GEPA/Harald Steiner Hohe Temperaturen sind auch für den Direktor von Alpine Mandl ein Problem
Enorme Zusatzkosten
Die Speedteams der Männer und Frauen fliegen Anfang August nach Chile. Auch der Plan, die Techniker in Europa zu halten, wurde verworfen. Und hier weicht es von Südamerika ab.
Dies sei mit zusätzlichen Kosten im sechsstelligen Bereich verbunden, da Flugpreise und Transportkosten um ein Vielfaches gestiegen seien, berichtete der Courier am Mittwoch. Mandel antwortete: “Das müssen wir uns leisten, das Training auf Schnee ist wichtig, um konkurrenzfähig zu bleiben.”
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