Was ist ein Tennisarm: Symptome und Ursachen
Der Tennisarm wird in der Fachsprache auch als Epicondylitis bezeichnet. Dies ist eine schmerzhafte Reizung der Ellbogensehnen. Sehnenansätze entzünden sich in der Regel durch Überbeanspruchung. Die Entzündung betrifft die Sehnenansätze der Unterarmmuskulatur, die von den knöchernen Fortsätzen des Oberarmknochens ausgehen. Dieser Knochenvorsprung wird anatomisch als Epikondylus bezeichnet.
Tennisarm: Wie er entsteht
Der Tennisellenbogen wird traditionell durch wiederholte Belastung der Sehnen an der Außenseite des Ellenbogengelenks verursacht. Diese Sehnen verbinden die Muskeln des Unterarms, die entlang der Elle und Speiche verlaufen, mit dem Oberarm. Besonders schwere Belastungen und sich wiederholende Bewegungen, die die Außenseite des Ellbogens belasten, können solche Reizungen verursachen. Solche monotonen, belastenden Bewegungen treten beispielsweise bei der Arbeit am Computer, bei der Hausarbeit (Fensterputzen, Bügeln) oder bei handwerklichen Tätigkeiten (Schneiden, Hämmern) auf. Solche repetitiven Belastungen findet man auch beim Tennis, das ihm seinen Namen gibt. Schließlich kann jede Form monotoner Bewegung unter Belastung die Sehnenverbindungen der Unterarmmuskulatur schädigen. Nicht selten wird auch ein Tennisarm durch eine falsche Schlafposition verursacht. Menschen, die auf der Seite schlafen und ihren gefalteten Arm als Kopfstütze verwenden, entwickeln eher einen Tennisarm. In dieser Position werden konstante Kräfte auf die entspannten Muskel- und Sehnenansätze ausgeübt. Schnell entstehen dann Mikrorisse im Sehnenansatz.
Schäden am Sehnenansatz treten eher auf, wenn die Unterarmmuskulatur schwach ist und die Muskeln einfach überlastet werden. Um einem Tennisarm vorzubeugen, sollten vor allem ältere Menschen, deren Muskulatur naturgemäß nachlässt, auf ausreichende und abwechslungsreiche Übungen achten.
Dies sind die Symptome eines Tennisarms
Mikroskopische Verletzungen an den Sehnenansätzen des Epicondylus lösen typische Symptome aus. Einen Tennisarm erkennst du in der Regel an folgenden Anzeichen:
- Druckschmerz auf der Außenseite des Ellbogens
- Schmerzen beim Bewegen und Belasten des Ellbogens
- Taubheit der Hände
- motorische Einschränkungen
- Schwäche der Unterarmmuskulatur
- Ellenbogenextension ist nicht möglich
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Diese 3 Dinge helfen gegen die Symptome
Die Behandlung eines Tennisarms hängt immer von den beteiligten Auslösern ab. Sind die Ursachen bekannt, kann eine gezielte Behandlung erfolgen. Grundsätzlich werden jedoch folgende Maßnahmen zur schnellen Linderung der Beschwerden empfohlen.
1. Schutz und Entlastung
Verletzte Muskeln und Sehnen brauchen Ruhepausen für eine gesunde Regeneration. Da ein Tennisarm vor allem durch repetitive Bewegungen unter Stress oder Fehlhaltungen im Alltag entsteht, ist es jetzt wichtig, den Ellenbogen zu schützen. Bewegen Sie das Gelenk so wenig wie möglich. Sie können Abhilfe schaffen, indem Sie Ihren Unterarm hochlagern oder ihn tagsüber in einer Schiene oder Schlinge tragen. Schonen Sie Ihre Hand mindestens zwei Wochen lang. In dieser Zeit sollten Sie auch auf anstrengenden Sport verzichten. Auch das Tragen schwerer Einkäufe oder das manuelle Bewegen schwerer Gewichte belastet die Unterarmmuskulatur zu stark. Wenn Sie beruflich nicht voll leistungsfähig sind oder die Behandlung des Tennisarms nicht mit der täglichen Arbeit vereinbaren können, sprechen Sie mit Ihrem Arzt über eine Krankschreibung.
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2. Stärkung der Muskulatur
Wenn die akuten Ellenbogenschmerzen ausgeheilt sind und Sie keine Schmerzen mehr bei Bewegungen verspüren, können Sie die Muskulatur mit gezielten Unterarmübungen und Dehnübungen stärken. Mit einer starken Unterarmmuskulatur kann einer Überlastung der Sehnenansätze vorgebeugt werden. Um die Muskulatur des Unterarms gezielt zu stärken, führen Sie folgende Übung durch, für die Sie kein Sportgerät benötigen:
- Legen Sie Ihren Unterarm auf eine flache Oberfläche.
- Der Arm hängt am Handgelenk locker über den Mattenrand.
- Halte mit deiner freien Hand eine Flasche Wasser oder ein dickes Buch.
- Senken Sie das Gewicht in Ihren Armen langsam und kontrolliert ab.
- Heben Sie es mit einer langsamen Bewegung Ihrer Hand wieder an.
- Wiederholen Sie die Übung 10 bis 15 Mal.
3. Kühlen, wärmen und massieren
Akute, frische Ellbogensehnenverletzungen sollten mit Kälte behandelt werden. Das wirkt Schwellungen entgegen und kann Schmerzen lindern. Ist der Tennisarm bereits zu einem chronischen Leiden geworden, kann eine Wärmetherapie lindernd wirken. Die Bestrahlung mit rotem Licht oder die Verwendung eines erhitzten Samenkissens können äußerst vorteilhafte Ergebnisse erzielen. Auch sanfte Massagen der Muskulatur des Unterarm- und Ellenbogenbereichs helfen bei Beschwerden. Die Massage regt die Durchblutung des Bindegewebes und der Muskulatur an, was die Heilung des Tennisarms beschleunigen kann.
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