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Bei Triesen in St. Pölten ist ein illegaler Mountainbike-Trail entdeckt worden. Auch ein Teil des Hochwasserschutzes sei beschädigt worden, teilte die Stadt mit. Werbung soll es aber nicht geben – man wolle eine gemeinsame, legale Lösung finden, heißt es.
18.05.2022 06.20
Heute online, 20.06
Die illegalen Routen fanden in einem kleinen Waldstück bei Triesen statt, mitten in der Landeshauptstadt, unweit des Regierungsviertels. Spaziergänger entdeckten Rampen, Schlaglöcher, Schanzen und Trails und meldeten sie vor einigen Wochen der Stadt. Beim Bau der Strecken wurde ein Damm beschädigt, der dem Hochwasserschutz dient.
„Dies stellt im Hochwasserfall ein erhebliches Risiko durch Unterspülung und Verwirbelung des einströmenden Wassers dar“, warnte die Stadt St. Pölten in einer Aussendung, dass dies im schlimmsten Fall zur Überschwemmung umliegender Siedlungen führen könne. Zudem seien Wald und Waldboden durch das Verlegen von Trails zerstört worden, „deshalb soll der Bau und die Nutzung der Mountainbike-Strecke ab sofort unterbleiben“, hieß es in der Mitteilung.
Armand Caltais / Stadt St. Pölten Die Trassen wurden in einem kleinen Waldstück (links im Bild) nahe der Julius-Raab-Brücke in St. Pölten verlegt
Keine „Verwaltungsgerichtsbarkeit“
Allerdings hätten die Erbauer der illegalen Trassen „keine Angst“ vor einer „Verwaltungsverfolgung“ haben müssen, die Stadt betonte, sie wolle keine Anzeige erstatten. Im Gegenteil: Man bemühe sich, „eine mit Mountainbikern und Natur verträgliche Lösung zu finden“.
Beispielsweise besteht die Möglichkeit, am anderen Ufer legale Wege zu bauen. Sowohl die Streckenbauer als auch generell Mountainbike-Interessierte können sich an Ideen im Bauamt der Stadt wenden.
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