Veröffentlicht5. Juni 2022, 01:56
Hagelkörner größer als Golfbälle, starke Gewitter und sintflutartiger Regen: Ein heftiger Sturm überschwemmte Frankreich und tötete mindestens einen Menschen.
Bei Unwettern in weiten Teilen Frankreichs ist am Samstag mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Nach Angaben der Stadtverwaltung im nordfranzösischen Rouen ist eine Frau bei einer plötzlichen Überschwemmung durch einen Sturm unter ein Auto gestürzt und gestorben. In den südlichen Departements Land und Gers beschädigte Hagel, der größer als Golfbälle war, Weinberge, sagten Beamte und Erzeuger.
Zehntausende Hektar Land seien von den Hagelschäden betroffen, sagte der Leiter der Landwirtschaftsbehörde in Gers, Bernard Malabirade. Landes-Winzerin Nelly Lakave sagte gegenüber AFP: „In den Weinbergen ist nichts mehr übrig, das Dach unseres Wirtschaftsgebäudes sieht aus wie Schweizer Käse und die Fenster des Hauses sind zerbrochen.
Paris hat es auch. Beeindruckende Fotos des Sturms wurden auf Twitter geteilt:
Der Stromversorger Enedis sagte am Samstagabend, dass etwa 5.000 Haushalte im ganzen Land durch den Sturm von der Stromversorgung abgeschnitten seien. Im Département Loire und Cher im Zentrum des Landes mussten etwa 30.000 Pfadfinder, die sich dort zu Pfingsten zum Lager versammelt hatten, in Sicherheit gebracht werden. Zehntausend Kinder im Alter zwischen 8 und 12 Jahren seien im örtlichen Schloss untergebracht worden, sagte Scout-Sprecher Damien Tardy.
Korsika wurde derweil von einer Rekordhitze heimgesucht. 37,4 Grad wurden laut Wetterdienst France-Météo im nördlichen Teil der Ferieninsel gemessen. Dies ist ein neuer Höhepunkt für den Monat Juni. Der Wetterdienst sagt für Frankreich weitere Stürme voraus, die von Südwesten nach Norden und Osten durch das Land ziehen.
Und hierzulande? Noch ist es ruhig, aber das soll sich spätestens am Sonntag ändern, wie die Meteonews twittern.
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(AFP / Schwarm)
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