Gegen 19 Uhr zogen dunkle Wolken über der Landeshauptstadt auf. Den ganzen Montag über galt in der Steiermark eine verschärfte Unwetterwarnung der Zamg (Zentralanstalt für Meteorologie). Kurz vor 19 Uhr flogen Hagelflugzeuge in Graz ein.
Gewitter erreichten die Süd- und Weststeiermark: Die Freiwilligen Feuerwehren Deutschfeistritz, Gratkorn, Eisbach-Rein, Peggau und Sankt Oswald bei Plankenwarth bekämpften am Abend mehrere Einsätze.
Strommasten fielen um, Blitz schlug mehrere Bäume in Judenburg ein, Bäume auch in Wasoldsberg südlich von Graz oberhalb der Straße, in Fronleiten stand ein Keller unter Wasser, in Hart bei Graz fiel um 7:00:00 Uhr ein Baum auf eine Stromleitung Abends zogen auch die Feuerwehrmannschaften nach Autal, Groß St. Florian, Eggersdorf bei Graz, Nitscha, Haselbach, Kainbach bei Graz.
Hohes Betriebsvolumen in Graz
Gegen 20 Uhr gab es in Graz mit etwa 20 Einsätzen eine erhöhte Zahl von Einsätzen, es kann noch zu zusätzlichen Alarmen kommen. Die Alarme laut Berufsfeuerwehr Graz lauten: Entfernen von Ästen, Eindringen von Wasser, Sichern von Gegenständen.
Die Auersperggasse in Graz stand unter Wasser, die Straßenbahn konnte sehr langsam fahren.
Vor der Grazer Stadthalle um 19.30 Uhr:
Balkon in Graz-St.Peter: Hagel am Montagabend © personal
Umsteigeverkehr Graz-Gleisdorf
Die Zugverbindung von Graz nach Gleisdorf ist unterbrochen. Auf den Gleisen lägen mehrere Bäume, sagte ein Bahnreisender der Kleinen Zeitung. „Ja, es gibt eine gesperrte Strecke zwischen Graz und Gleisdorf. Grund sind umgestürzte Bäume, die im Bereich der Strecke stehen. Das betroffene Set kehrt nach Graz zurück, ein anderer Zug steht auf dem Bahnsteig. Bahn Ein Ersatzverkehr wurde bereits geschaffen. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand“, bestätigt ÖBB-Sprecher Herbert Hofer. Dabei handelt es sich um den Abschnitt zwischen Messendorf und Laßnitzhöhe. Die Sperrung dauert voraussichtlich bis 21:30 Uhr.
Gastgarten im Styria Media Center um 19.45 Uhr © Siuka
Der erste Einsatz in Öblarn fand nach Angaben des Steirischen Feuerwehrverbandes um 18.30 Uhr statt – ein Keller wurde geflutet und ein Bach trat über. Laut Christoph Schlüssmeier vom Feuerwehrverband Lietzen kam die Sonne kurz nach 19 Uhr wieder heraus. „Grundsätzlich sind wir immer in Alarmbereitschaft“, sagte Thomas Meyer vom Landesfeuerwehrverband am frühen Abend. Um 19:00 Uhr die Freiwillige Feuerwehr St. Oswald bei Plankenwarth meldete die erste Operation.
Gegen 18:30 Uhr wurde eine Notfallwarnung von Koralm/Pack nach Leoben gesendet.
Zamg-Warnkarte für Montagabend © Zamg.ac.at
Muren in der Obersteiermark
„In der Obersteiermark kann es durchaus zu Muren, Erdrutschen oder Überschwemmungen kommen“, betonte Zamg-Meteorologe Hannes Rieder am Montagnachmittag. Meteorologen erwarteten starke Niederschläge zwischen 40 und 80 Liter pro Quadratmeter, insbesondere im Upper Moore River Valley.
Erst in der vergangenen Woche haben schwere Unwetter unter anderem im Raum Murau große Verwüstungen angerichtet. Eine Schlammlawine traf die Gleise der Murtalbahn, ein vollbesetztes Feuerwehrauto kam von der Straße ab.
Am Abend sollen Gewitter nach Süden ziehen. Sintflutartige Regenfälle und Platzregen peitschten den Südosten des Landes und die Landeshauptstadt. Gewitter über Nacht möglich.
Neben starken Unwettern werden am Montag im Norden starke Windböen erwartet. Besonders betroffen sind das Ennstal, das Mürztal sowie im Norden die Gebiete Hartberg-Fürstenfeld und Weiz. Trotz Regen liegen die Tageshöchsttemperaturen zwischen 30 und 33 Grad.
die Temperaturen sinken
Ab Dienstag sinken die Temperaturen stetig und Stürme ziehen Richtung Graz und Südosten. Ein Tief zur Wochenmitte sorgt in der Steiermark für kühle Luft. Die Temperaturen erreichen Höchstwerte zwischen 20 Grad im Norden und 25 Grad im Süden.
Am Wochenende bleibt das Wetter vorerst stabil und düster: In der nördlichen Obersteiermark wird es zunächst kühl und unbeständig. Im Süden scheint die Sonne meist bei Nordwind und es wird deutlich wärmer. Die Höchstwerte liegen zwischen 17 Grad in Mariazel und 25 Grad in Graz.
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