Allerdings kommen pro Saison bis zu 90.000 Besucher ins Strandbad Hard, das nun unbedingt saniert oder umgebaut werden muss. Die Schwimmbadtechnik ist veraltet und die Bausubstanz in die Jahre gekommen. Die Sanierungspläne wurden am Freitag interessierten Bürgern vorgestellt.
Ein neues Strandbad für alle
Das neue Strandbad soll laut Gemeinde neben Wasserrutschen, Sonnenuntergangstreppen und Fußgängerbrücken auch Bereiche für Kleinkinder, Jugendliche, Sportbegeisterte und alle, die es etwas entspannter mögen, bieten. Dazu sollen auch die Toiletten und die ganzjährigen Sportplätze gehören, die auch außerhalb der Öffnungszeiten des Strandbades funktionieren, sowie ein neuer Stützpunkt für die Wasserrettung und eine bessere Infrastruktur für die Gäste des Hafens. All dies ist nach Angaben der Gemeinde im Konzeptprojekt für eine komplette Sanierung des Bades festgeschrieben.
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Stellen Sie den See in den Vordergrund
„Aus meiner Sicht müssen wir den See attraktiver machen“, sagt Erich Lindner, Geschäftsführer von Harder Sport- und Freizeitanlagen: „Wir müssen eine Art schwimmenden Ponton bauen, wie der hier geplant ist, damit junge Leute reinkommen Dort lässt es sich besonders gut entspannen und flirten – dieser Raum ist wie gemacht für junge Leute.
Die Anforderungen an den Neubau sind modern, bodenständig und bezahlbar. Architekt Hagen Paul machte noch auf einen weiteren Faktor aufmerksam: „Darauf wurde zu Recht der Naturraum – Wert gelegt, denn den gibt es nur hier. Ich kann überall einen Vergnügungspark bauen. Ich habe hier wirklich nur das Bodenseeufer am Strand.
Autonome Energie nur von der Sonne
Ein weiteres Highlight ist die moderne Energieversorgung der Freizeitanlage, erklärt Bürgermeister Martin Staudinger (SPÖ): „Das energieautarke Strandbad ist wichtig. Das Strandbad soll komplett solarbetrieben sein.“ Laut politischem Beschluss rechnet der Gemeinderat mit Baukosten von rund zwölf Millionen Euro.
Die Pläne stehen für einen Monat an
Auch erste Reaktionen auf die Entwürfe, eingereicht von langjährigen Badegästen, deuten darauf hin, dass es durchaus noch Diskussionsbedarf gibt: Manchen missfällt die breite Fußgängerbrücke, weil sie den Eindruck erweckt, der Hohentwiel könnte zurück ins Binnenbad. Anderen in den Projekten fehlt der Grillplatz, obwohl er bereits zugesagt ist. Die meisten sind sich einig, dass es höchste Zeit ist, etwas zu ändern. Die Pläne werden nun für einen Monat in den Viewing Pool gestellt. Geplanter Baubeginn ist Herbst/Winter 2023/2024.
Die Staatsbürgerschaft soll helfen
„Da wir das neue Strandbad für alle Harder bauen, interessiert uns natürlich auch die Meinung der Harder sehr“, erklärt Bürgermeister Staudinger. Der entsprechende Fragebogen ist vor Ort erhältlich oder kann online ausgefüllt werden. „So können Sie der Stadt sagen, was Ihnen an den Plänen gefällt, was Ihnen wichtig ist oder was Ihrer Meinung nach bei dem Projekt fehlt“, sagt Staudinger.
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