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Strompreise: Mikl-Leitner über die Price-Cap-Debatte – news.ORF.at

Angesichts der Inflation fordert Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) vom Bund eine “klare Führung”. Sie unterstützt auch eine Diskussion über eine Energiepreisobergrenze. Die Bundesregierung hat solche Maßnahmen bisher abgelehnt.

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Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) hat sich kürzlich im Nationalrat gegen Preisobergrenzen ausgesprochen. Auch Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) äußerte sich in „Die Presse“ (Sonntagsausgabe) dagegen: „Es ist eine populistische Geschichte, so zu tun, als könne der Staat mit dem Rasiermesser die Preise senken. Das geht meist nach hinten los.“ Aber man kann sich das auf europäischer Ebene anschauen.

Auch Khan gegen die Strompreisobergrenze

Der österreichische EU-Haushaltskommissar Johannes Hahn sagte heute im Ö1-Mittagsjournal, er sei kein großer Freund von Strompreisobergrenzen. Nun müsse gezielt unterstützt werden: „Wenn einkommensschwache Haushalte unter hohen Energiepreisen leiden, sollten sie vorrangig und direkt unterstützt werden“, sagte Khan. Die EU wird einen europäischen Winternotfallplan verabschieden.

Ziel dieses Plans sei es, so Hahn, “im Geiste der europäischen Solidarität” gemeinsame Maßnahmen zur Energiesicherung zu ergreifen. Außerdem will man Kapazitäten aufbauen, um anderen Ländern zu helfen. Entscheidende Schritte seien bereits eingeleitet worden: „Seit März haben wir die Lieferungen von Flüssiggas um 75 Prozent gesteigert, die Lieferungen aus den USA haben sich verdreifacht.

Zu einem Vorschlag, ähnlich wie in den Niederlanden nach einem Schiefergasfeld in Niederösterreich zu bohren, sagte Hahn: „In einer solchen Situation sollte absolute Gedankenfreiheit herrschen.“ Aber erst einmal darum und möglicherweise im nächsten Winter . „Jetzt müssen wir also auf bereits vorhandene Quellen zurückgreifen“, sagt Hahn.