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Studie zum Krieg in der Ukraine: Mehrheit sieht Scholz-Besuch in Kiew positiv

Umfrage zum Krieg in der Ukraine Scholz’ Besuch in Kiew wird mehrheitlich positiv bewertet

17. Juni 2022, 19:49 Uhr

Er zögerte lange, aber am 113. Kriegstag besuchte Bundeskanzler Scholz nun die ukrainische Hauptstadt Kiew. In einer Umfrage für RTL/ntv kam die Reise bei den Bundesbürgern gut an. Bei der Frage, ob die Bundesregierung genug hilft, herrscht Uneinigkeit.

Mehr als die Hälfte der Deutschen begrüßt den Besuch von Bundeskanzler Olaf Scholz in der Ukraine. In einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag von ntv und RTL gaben 55 Prozent der Befragten an, dass die Politikreise der SPD nach Kiew für sie nützlich und vorteilhaft war. Dagegen hält die Mehrheit der Befragten in Ostdeutschland (54 Prozent) den Besuch für ziemlich unnötig. Insgesamt 38 Prozent aller Befragten teilen diese Meinung.

Bundeskanzler Scholz ist am gestrigen Donnerstag mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und seinem italienischen Amtskollegen Mario Draghi mit dem Zug nach Kiew gefahren. Gemeinsam mit dem rumänischen Präsidenten Klaus Johannes und den vier EU-Staatschefs haben sie sich dafür ausgesprochen, der Ukraine schnellstmöglich den Kandidatenstatus zu verleihen.

Laut einer Umfrage von Forsa stimmt wie in den vergangenen Wochen eine Mehrheit der Deutschen (55 Prozent) der Aufnahme der Ukraine in die Europäische Union zu. 36 Prozent der Befragten sind dagegen. In der Umfrage stimmte eine knappe Mehrheit der Ostdeutschen (56 Prozent) und eine große Mehrheit der AfD-Mitglieder (83 Prozent) gegen einen EU-Beitritt der Ukraine.

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Insgesamt glauben mittlerweile 37 Prozent der Deutschen, dass die Bundesregierung zu wenig tut, um die Ukraine zu unterstützen. Der Wert liegt im Vergleich zu den Vorwochen auf einem ähnlichen Niveau. 34 Prozent halten die Unterstützung für angemessen. 23 Prozent sind hingegen der Meinung, dass die Bundesregierung zu viel für die Ukraine tut.

Mit Blick auf eine weitere Drosselung der russischen Gaslieferungen hat Bundeswirtschaftsminister Robert Habek in dieser Woche zu Energieeinsparungen aufgerufen. Laut einer Forsa-Umfrage haben bereits 72 Prozent der Deutschen seit Kriegsbeginn in der Ukraine täglich versucht, Energie zu sparen, etwa durch Heizen, Strom oder Autofahren. 11 Prozent der Befragten beabsichtigen, dies in naher Zukunft zu tun. Andererseits geben 15 Prozent an, dass sie keine Pläne haben, täglich Energie zu sparen.

Gleichzeitig gaben 63 Prozent der Befragten an, dass sie die Temperatur zu Hause im nächsten Winter um zwei Grad senken möchten und können, um Energie zu sparen. 34 Prozent würden das nicht wollen.

Daten wurden vom Forsa Institut für Marktforschung und Meinungsforschung im Auftrag von RTL Deutschland am 17. Juni 2022 erhoben. Datenbank: 1001 Befragte. Toleranz des statistischen Fehlers: +/- 3 Prozentpunkte.

Mehr Informationen zu Forsa hier Forsa-Studien im Auftrag von RTL Deutschland