Veröffentlicht 12. Juni 2022, 17:20 Uhr
Ein mit Granaten ausgerüstetes unbemanntes Luftfahrzeug wurde von Russland im Krieg gegen die Ukraine eingesetzt. Das Herzstück der Drohne stammt aus dem Kanton Zürich.
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Fliegen Sie mit einem Chip aus Thalwil ZH: Orlan-10 kurz vor dem Start. (Archivbild)
IMAGO / SNA / Ria Novostix
Russland rüstet Drohnen mit Granaten aus und bombardiert damit Ziele in der Ostukraine.
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Der Thalwiler Chip war nicht zum Bau einer Drohne gedacht, sondern frei auf dem Markt erhältlich.
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Im Angriffskrieg gegen die Ukraine setzt Russland auf Orlan-10-Drohnen. Der Adler (russischer Adler) hat Aufklärungsziele, die dann von Artillerie angegriffen wurden. Das russische Militär hat das Flugzeug jedoch kürzlich mit Granaten ausgestattet und damit Ziele in der Ostukraine bombardiert.
SonntagsBlick-Recherchen zeigen bereits: Orlan-10 fliegt mit der Schweiz. Das technische Herzstück der Drohne ist ein GPS-Modul der Thalwiler Firma U-Blox. Conflict Armament Research untersuchte die 2016 abgestürzte Orlan-10 und stellte fest, dass eine der zentralen Komponenten der Drohne der GPS-Chip aus der Schweiz war.
Für das Jahr 2012 bestehen keine Verkaufsbeschränkungen
Laut der Zeitung besteht Orlan-10 hauptsächlich aus Komponenten aus dem Regal. Die meisten Artikel stammen aus westlichen Ländern. Über mehrere Stationen gelangten sie über einen Handelspartner in Deutschland nach Russland. „Dieser Chip wurde von uns nicht für militärische Zwecke entwickelt“, sagte Sven Ezold, Leiter Business Marketing bei U-Blox. Allerdings räumt er ein: „2018 erfuhren wir, dass eines unserer 2012 verkauften GPS-Module für militärische Anwendungen verwendet wurde.“
Auch dem Bund ist der Fall GPS-Chip Thalwil bekannt. Doch zum Zeitpunkt des Verkaufs im Jahr 2012 unterlagen sie laut SonntagsBlick keinerlei Exportbeschränkungen. Die neuen Sanktionen gegen Russland vom 4. März 2022 untersagten jedoch den Export solcher Chips. Nach eigenen Angaben hat U-Blox die Exporte nach Russland gestoppt.
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(chk)
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