Erinnerung an frühere Vorfälle
In den Vereinigten Staaten wird mit trauriger Regelmäßigkeit geschossen, auch in Schulen. Ein Massaker an einer Grundschule vor zehn Jahren sorgte für einen besonderen Schock: Im Dezember 2012 erschoss ein 20-jähriger Mann mit schweren psychischen Problemen in Newtown, Connecticut, erstmals seine Mutter. Anschließend ging er zu seiner Grundschule, der Sandy Hook Elementary School, und tötete dort 20 Schüler und sechs Lehrer. Dann beging er Selbstmord. Dann erschütterte die Tat das ganze Land und sorgte außerhalb der Vereinigten Staaten für Terror.
Vor etwas mehr als einer Woche eröffnete ein Schütze das Feuer auf einen Supermarkt in Buffalo, New York, tötete zehn Menschen und verletzte drei weitere. Er wurde am Tatort festgenommen. Laut Ermittlern war die Tat rassistisch motiviert – elf der 13 Opfer waren Schwarze. Buffalo ist meistens schwarz.
61 Unruhen im Jahr 2021
Im vergangenen Jahr zählte das FBI 61 Schießereien in den Vereinigten Staaten. Das seien mehr als 50 Prozent mehr als im Vorjahr, teilte das FBI am Montagabend (Ortszeit) in Washington mit. Ihre Zahl hat sich seit 2017 verdoppelt.
2021 starben bei Unruhen 103 Menschen und 140 wurden verletzt. Auch das ist eine Steigerung von fast 50 Prozent gegenüber 2020. Von 61 Schützen sind den Angaben zufolge 60 Männer.
Das FBI verwendet eine strenge Volkszählungsdefinition: Sie umfasst nur Fälle, in denen ein Täter in der Öffentlichkeit auf Menschen schießt, um sie zu töten. Klassische Kriminalfälle mit bewaffneter Gewalt oder Schießereien zwischen Gangmitgliedern werden ignoriert.
Das Ausmaß der Waffengewalt ist in den Vereinigten Staaten im Allgemeinen viel höher. Tödliche Zwischenfälle mit Schusswaffen, die dort leicht zugänglich sind, kommt es regelmäßig vor. In ihrer neuesten Statistik aus dem Jahr 2020 registrierte die CDC insgesamt 45.222 Todesfälle durch Schusswaffen in den Vereinigten Staaten – mehr als 120 Todesfälle pro Tag.
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