Innsbruck (OTS) – Der FC Wacker Innsbruck hält Gläubiger und Fans in Atem, sieht sich aber dennoch in der Opferrolle. Am Dienstag wollen die Verantwortlichen die Bundesliga von einer Wahrheit überzeugen, die nicht der Realität entspricht.
Pünktlich zur Bewerbung um die Aufnahme in die Bundesliga wird es wieder enger beim FC Wacker Innsbruck. Der trotz vieler Versprechungen gescheiterte Investor Thomas Kienle und der blauäugige Präsident Kevin Radi mussten sich am Dienstag in Wien hinter ein Protestkomitee kriechen, um über 3 Millionen Euro zu sprechen, die man nicht hat und anderen schuldet. Wie schon 2019, 2018, 2017 herrschte das große Beben – vor allem 2002, als das Drama mit dem Absturz des FC Tirol begann. Auch hier sind alle schuld daran, dass der Traditionsverein nicht die ihm auferlegte Opferrolle spielen darf: – eine Politik, die sich nicht „Lex Wacker“ sagen lässt und Subventionsnachweise verlangt; – Staatsbetriebe, die plötzlich nicht mehr die Hörner ihres Überflusses (wie zB 2008) zahlen wollen, um die Schulden des Vereins zu begleichen, weil dies das Aktiengesetz nicht erlaubt; – Der Tiroler Fußballverband, der nach der Insolvenz 2002 die Hoheit über die Akademie (Talentschmiede) hatte und diese nicht an Sie abgeben wollte; – die Führung der WSG Tirol mit Präsidentin Diana Langes an der Spitze, die laut einem Vereinsfunktionär für die Abwanderung von Sponsoren mitverantwortlich ist (nur eine von vielen Verschwörungstheorien); – Kulturschaffende, die für das „Haus der Musik“ oder das Landesmuseum Geld verdienen, auf das der FC Wacker keinen Anspruch hat; – Die Medien, die immer alles nach außen tragen müssen, haben keine Geduld mit dem zarten und wachsenden FC Wacker-Pflanzen, das als Auslöser für Anti-Sponsoring-Stimmung im Land genannt wird – Das Stichwort lautet: Opfer-Täter-Ansprache ; – die heimische Wirtschaft, die trotz aller Proteste nicht den Tiroler Weg gehen will. Ehrenpräsident Gerhard Stocker, dessen Engagement und Finanzspritzen alle Ehre verdienen, hält bis heute an dieser Geschichte fest, zweifellos als erfolgreicher Unternehmer. Entsprachen das zuvor aufgeblasene Büro und fünf Mitarbeiter an Bord einem Zweitligisten? Ist der FC Wacker ein Vermächtnisanspruch, trotz fehlender Ressourcen die Führung in Tirol zu übernehmen? Sollten Ziele nicht an Chancen ausgerichtet werden, nicht umgekehrt? Der FC Wacker setzte auf jede Leihe, sowohl finanziell als auch in der öffentlichen Wahrnehmung. Es ist genug!
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