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Erstellt: 06.06.2022, 06:59
Aus: Julia Volkenand, Tanya Kipke, Felix Hertz
Trennung
Bei einem Zugunglück in der Nähe von Garmisch sind fünf Menschen ums Leben gekommen. Details zu den Toten sind bereits bekannt.
- Zugunglück bei Garmisch am Freitag: Fünf Tote, viele Verletzte.
- Rettungs- und Reinigungsarbeiten sind in vollem Gange. Ein spezieller Wasserhahn soll Abhilfe schaffen.
- Die Polizei gibt neue Details zu den Toten bekannt. Unter den Toten war ein Teenager.
- Die Berichterstattung über das Zugunglück in diesem Artikel ist beendet. Über den weiteren Verlauf der Bergungsarbeiten halten wir Sie in unserem neuen Newsticker auf dem Laufenden.
Update vom 5. Juni, 18.32 Uhr: Nach dem Zugunglück in Garmisch-Partenkirchen mit fünf Toten haben die Einsatzkräfte die Reinigungsarbeiten am Sonntagabend eingestellt. Am Montag soll es weitergehen. Der Tatort sei „gesichert, freistehend und bewacht“, sagte ein Polizeisprecher. Die Arbeiten werden am Montagmorgen fortgesetzt. Die Reinigungsarbeiten dauern lange – Kräne heben die entgleisenden Autos auf die Straße, danach werden sie zerlegt und auf Tiefladern transportiert.
Zugunglück bei Garmisch: Die Polizei findet die letzte vermisste Person
Update vom 5. Juni, 15.28 Uhr: Wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd am Sonntag mitteilte, konnten die Ermittler der SOKO Zug am Mittag des 5. Juni die letzten verbliebenen Vermissten klären. Bei allen Personen, die nach dem Zugunglück am Freitagnachmittag als vermisst gemeldet wurden, könne “der Ort geklärt werden”. Am Vorabend vermuteten Einsatzkräfte und Ermittler bereits, dass der Vermisste unter den Verletzten sein könnte. Ob sich dieser Vorwurf bestätigt hat, teilte die Polizei nicht mit.
289977416.jpg © Uwe Lane
Update 5. Juni, 13.01 Uhr: Das Bündnis Bahn für alle, das sich für den Erhalt der Bahn in öffentlicher Hand einsetzt, hat sich zum Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen geäußert. „Wir fühlen mit den Familien der Opfer und den vielen Verletzten. Die genauen Unfallursachen müssen schnell geklärt werden. Erfahrungsgemäß dauert dies Wochen oder Monate. Mit Blick auf Politik und Interessengruppen sagen wir: Bitte ohne voreilige Schlüsse und Anschuldigungen“, sagte Carl Vasmut, ein Sprecher des Bündnisses.
Update 5. Juni, 11.08 Uhr: Nach einem schweren Zugunglück in Oberbayern hat die Polizei neue Details zu den fünf Toten bekannt gegeben. Die Identifizierung ist nun weitgehend abgeschlossen. „Bei den Opfern muss es sich um drei Frauen im Alter von 32, 39 und 70 Jahren und nach aktuellen Erkenntnissen der Polizei um 51 Jahre handeln – das am Samstag geborgene Opfer ist ein Teenager“, teilte die Polizei mit. Die Verwundeten wurden in zehn verschiedene Krankenhäuser gebracht, wobei sich ein Opfer noch in einem kritischen Zustand befand.
Zugunglück bei Garmisch: Dem Foto zufolge sind zwei der toten Ukrainer geflüchtet
Einem Bild-Bericht zufolge handelt es sich bei zwei der Frauen um ukrainische Flüchtlinge, die bei engen Gastfamilien untergebracht sind. Eine der beiden soll mit ihrem inzwischen schwer verletzten Kind in eine Klinik gereist sein. Die Informationen wurden noch nicht offiziell bestätigt.
Seit Freitag laufen die Ermittlungen der Soko Zug zur Rekonstruktion des Absturzes auf Hochtouren. „Zu den Hintergründen des Vorfalls kann derzeit noch keine Aussage getroffen werden“, teilte die Polizei mit. Unterdessen geht die Bergung der Waggons weiter.
Update vom 5. Juni, 10 Uhr: Das gestern angehobene Auto soll an diesem Sonntag abtransportiert werden, wie der BR berichtet. Daher muss das Auto, das jetzt auf der Bundesstraße 2 steht, möglicherweise in zwei Teile geteilt werden. Die anderen beiden Waggons werden dann mit einem Spezialkran vom Unfallort entfernt. „Das ist keine Arbeit, die nur ein paar Stunden dauert“, sagte ein Sprecher der BR-Polizei. Die Polizei rechnet nicht damit, weitere Tote zu finden. „Wir hoffen und sind sehr optimistisch, dass es keine weiteren Verletzten geben wird.“ Alle Autos seien mehrfach durchsucht worden.
Zugunglück bei Garmisch: 250-Tonnen-Rettungskran
Update 5. Juni, 8.17 Uhr: Zwei Tage nach dem schweren Zugunglück in Garmisch-Partenkirchen gehen die Aufräumarbeiten weiter. Ein dritter, noch größerer Kran traf am späten Samstagabend ein, um die Waggons zu bergen. Mit diesem 250-Tonnen-Kran muss die Lokomotive am Sonntag wieder aufs Gleis gehoben werden. Laut Polizei soll die Hauptstraße zu den Pisten bis Mitte der Woche einseitig gesperrt bleiben. Der Verkehr wird von der A95 umgeleitet.
Warum der Regionalzug am Freitagnachmittag kurz nach der Abfahrt in Richtung München entgleiste, ist noch unklar. Es gab noch nie einen Zusammenstoß mit einem anderen Fahrzeug.
Zugunglück bei Garmisch: Bergung von Waggons könnte mehrere Tage dauern
Update vom 4. Juni, 20.23 Uhr: Die Bergung der Waggons kann mehrere Tage dauern. Das teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd am Samstag in einer Pressemitteilung mit. Insgesamt wurden bei dem Vorfall fünf Menschen getötet und 44 verletzt. Vier der Opfer sind eindeutig Frauen. Es gibt immer noch keine Identitätsinformationen, und strafrechtliche Ermittlungen sind immer noch schwierig. Die Kriminalpolizei Weilheim hat unter Leitung der Staatsanwaltschaft München II Ermittlungen zur Ursache aufgenommen.
Zur Klärung des genauen Hergangs wurde bei der Kriminalinspektion Weilheim eine Sonderkommission unter Leitung der Staatsanwaltschaft München II eingesetzt. Die Ermittler der Soko Zug werden vom Eisenbahnbundesamt und der Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung unterstützt. Zudem beauftragte die Staatsanwaltschaft einen externen Sachverständigen selbstständig mit der Erstellung eines Gutachtens zur Analyse des Unfalls.
Der Zug und zwei Waggons blieben während der Entgleisung auf den Gleisen, drei weitere Waggons stürzten von den Gleisen. Für die Bergung der Waggons mussten spezielle Bergungskräne eingesetzt werden, und trotz heftigen Regens wurde unter anderem mit Baggern und Airbags bis Samstagnacht gearbeitet.
Daher muss der Verkehr im Bereich der Unfallstelle am Pfingstwochenende umgeleitet werden. Das Landratsamt Garmisch-Partenkirchen, das Landesbauamt Weilheim und die Polizei haben folgende Abweichungen beschlossen:
- Fernverkehr Umleitung 95 am Autobahnkreuz Sindelsdorf (Umleitung bereits vorhanden)
- Ab dem 04.06.2022 weicht der Verkehr aus Richtung Augsburg von der B17 über Kurzenried / Steingaden nach Füssen in Richtung Fernpass ab
- der Verkehr von FR Mittenwald / Innsbruck wird nach Krün in Richtung B 11 über Wallgau, Walchensee und Kochel umgeleitet
- Die Zufahrt zu den Passionsspielen in Oberammergau bleibt aus allen Richtungen möglich
BRK Garmisch-Partenkirchen: „Zugunglück bei Burgrain hat uns tief getroffen“
Update 4. Juni, 19.53 Uhr: Die Bergungs- und Bergungsarbeiten nach dem Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen sind für die Einsatzkräfte anspruchsvoll. Das Bayerische Rote Kreuz in Garmisch postete am Samstagnachmittag einen Post auf Facebook, in dem es heißt: „Das Zugunglück bei Burgrain hat uns tief getroffen.“ Es ist in vollem Gange. Die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und Bundeswehr funktioniere hervorragend, so das BRK weiter.
“Es waren viele Bundeswehrfahrer im Zug, die direkt nach dem Ereignis mit der Bergung von Personen aus dem Zug begonnen haben.” Dadurch war es möglich, die zum Teil Schwerverletzten schnell in Krankenhäuser zu transportieren. Abschließend richtet sich die Veröffentlichung an die Angehörigen der Opfer: „Wir sprechen den Angehörigen der vier Opfer unser tiefstes Beileid aus. Und hoffen wir für diejenigen, die immer noch Angst haben, dass es keine Opfer mehr unter den Trümmern gibt.
Rettungsdienste verhindern derzeit weitere Todesfälle
Update 4. Juni, 19.12 Uhr: Einsatzkräfte räumen derzeit nicht ein, dass es unter den beiden noch nicht angehobenen Waggons weitere Tote geben könnte. Experte Stephen Dzalic vom Technischen Hilfswerk des Bundes erklärte gegenüber dem BR: “Wir wussten von dem Vorfall, dass vermutlich Personen in den Mittelwagen gekippt wurden.” Nicht so bei den anderen beiden Autos. Absolute Gewissheit darüber gibt es jedoch erst, wenn alle Waggons angehoben sind.
Update vom 4. Juni, 18.16 Uhr: Zur Bergung des zweiten Wagens ist der Einsatz eines weiteren Krans notwendig, berichtet der BR. Es ist schwierig durchzuführen, da die Waggons durch den Unfall stark deformiert wurden. Sie waren auch verkeilt, was die Arbeit noch schwieriger machte.
Seelsorge soll den Betroffenen helfen
Update 4. Juni, 17.22 Uhr: Evangelische Kirchengemeinden in und um Garmisch-Partenkirchen öffnen ihre Türen für Trauernde nach dem Zugunglück vom 3. Juni. Wie Christian Kopp, der Landesbischof des Kirchenkreises München und Oberbayern, auf seiner Website sagte, soll dies Gebet und stille Weihe ermöglichen. Auch am Pfingstsonntag muss den Opfern des Zugunglücks gedacht werden. Zusätzlich…
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