Das neue Album von Toro Y Moi Mahal ist ein psychedelisches Meisterwerk, das von Sehnsucht und Fürsorge geprägt ist.
Von Natalie Bruner
Toro y Moi ist das Pseudonym des Musikers Chaz Bear. In den frühen 2010er Jahren wurde er als Pionier des Sounds namens Chillwave bekannt. Chillwave kann grob als nostalgischer, elektronischer, verträumter Pop beschrieben werden, der psychedelische Elemente enthält und alte Synthesizer-Sounds verwendet. Die Musik, die Toro Y Moi gemacht hat, war überirdisch und verträumt, aber niemals zufällig oder Soundtrack-artig. Sein siebtes Album Mahal ist heute erschienen, und angesichts der fertigen, musikalisch vielseitigen Songs von Toro Y Moi spricht niemand mehr von Chillwave.
Tote Ozeane
Mahal ist ein Album, an dem Toro Y Moi fünf Jahre lang gearbeitet hat. Es ist eine meisterhafte Reise durch die Universen der psychedelischen Musik, eine Reise, die Analoges und Elektronisches verbindet und gelegentlich Funcadelic verehrt. Mahal vereint viele Genres durch die musikalische Identität von Toro Y Moi. Seine kompositorische Handschrift, die experimentelle und harmonische Klangästhetik von Toro Y Moi, machen „Mahal“ einzigartig.
Chaz Bear ist afroamerikanischer und philippinischer Abstammung. „Mahal“ ist ein Tagalog-Begriff, der auf den Philippinen gesprochen wird. Chaz erklärte die Bedeutung von „Mahal“ und seine Verbindung zu seiner Musik wie folgt: „Mahal“ kann sowohl „Liebe“ als auch „teuer“ oder „wertvoll“ bedeuten.
„Mahal“ ist auch ein Album geworden, das als Schmuckstück seit Generationen geschätzt wird. Man kann die Fürsorge und Liebe hören und fühlen, die in den 13 Songs eingebettet sind.
Toro Y Moi oszilliert und schwebt in seinen Songs zwischen den Jahrzehnten. Er zitiert Sounds aus den 60er und 70er Jahren. Es kombiniert psychedelischen Rock mit fluffiger, weicher Elektronik und kraftvollen Gitarrenriffs. Warme Percussion und bearbeitete Vocals führen uns ins utopische Kalifornien. Mahal ist auch eine Reise. Man hört den Motorstart, die Bänder und Geräusche, die aus einer anderen, vordigitalen Zeit zu stammen scheinen.
Toro Y Mois Magic Mystery Bus, ein bearbeitetes und liebevoll dekoriertes Fahrzeug, das Chaz auf den Philippinen gefunden hat, parkt vor der Golden Gate Bridge auf dem Cover von Mahal. Toro Y Moi nimmt auch Passagiere an Bord. Toro Y Moi arbeitet bei „Clarity“ mit der in Wien lebenden Musikerin Sophie Royer zusammen.
Textlich ist „Mahal“ von einer vagen Melancholie angesichts der Digitalisierung unseres Lebens geprägt. Es spiegelt das Verschwinden von Artefakten als Folge des digitalen Zeitalters wider. Es ist eine schöne, verbindende Aktion, bedeutungsvolle, wertvolle Dinge, die Sie lieben, mit anderen Menschen zu teilen. Ob Musik, Schallplatten, Fotos oder Briefe, nach denen Toro Y Moi im Song „Postman“ fragt.
Sorgfalt und Sehnsucht machen das Album „Mahal“ zu einer Reise, auf die man sich immer wieder aufs Neue begeben möchte.
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