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Tunnelkette wieder gesperrt: Sturm mit 140 km/h: 85.000 Haushalte in der Steiermark vorübergehend ohne Strom

Es war der bisher heißeste Tag des Jahres in Graz am Donnerstag mit 35 Grad, der mit einem heftigen Gewitter endete. „Das war ein ganz erheblicher Sturm im Zuge eines gewaltigen Gewitters, das sich über ganz weite Teile der Steiermark erstreckte“, sagt Christian Pechsl von der Zamg.In Neumarkt wurden Sturmböen von 140 km/h gemessen, in Mooslandl 124 km/h , 119 km/h in Leoben, 112 km/h in Kapfenberg und 112 km/h in Köflach und hinterließen ihre Spuren.

Im Raum Graz kam es zu maximalen Böen von 90 km/h (gemessen in Straßenausrüstung). Im Stadtteil Sankt Peter prallten Teile des Dachs eines Supermarkts gegen einen Bus. Glücklicherweise wurde offenbar niemand verletzt, jedoch mussten die Arbeiten an dieser Buslinie vorübergehend eingestellt werden. In der Petersgasse rissen Windböen Gerüste um, wodurch die Linien 6 und 64 vorübergehend eingestellt wurden. Und wegen mehrerer umgestürzter Bäume musste die Linie 48 den Betrieb einstellen.

Besonders tragisch ist die Situation in Kärnten in der Region Wolfsberg: Ein kurzes, aber extrem starkes Gewitter mit Windböen entwurzelte mehrere Bäume im Vergnügungszentrum St. Andreas. Die Folgen waren fatal: Laut Waltraud Dullnigg, Sprecherin des Landespolizeipräsidiums Kärnten, wurden zwei Kinder getötet und mehrere Menschen zum Teil schwer verletzt.

Sachschaden, aber keine Verletzten im Murtal: Kurz vor Beginn der von den MotoGP-Fans ersehnten Boxengassenbesichtigung zogen am Donnerstagnachmittag schwarze Wolken über Murtal auf. Wegen des Unwetters in der Region Zeltweg (Steiermark) seien Strommasten der 220-kV-Leitung beschädigt worden, teilte der Netzbetreiber mit.

Stromausfälle – Monteure aus dem Urlaub zurück

Es gibt zahlreiche Feuerwehreinsätze: Allein im Bereich Litzen sind rund 150 Mann bei Unwetter im Einsatz. Laut Energie Steiermark waren 85.000 Haushalte vorübergehend ohne Strom. Stand 18 Uhr waren es noch 65 000. „Auch Höchst- und Hochspannungsleitungen wurden beschädigt“, sagte ein Sprecher. Die Mechaniker wurden aus dem Urlaub zurückgeholt, weil der Schaden so groß war.

Das Problem war hauptsächlich der Sturm, es regnete fast nicht. „Bei diesen schnelllebigen Gewitterzellen regnet es meist fast nicht“, sagt Pehl. Am Straßgang gab es nur etwa 0,5 Liter Regen, am Universitätsbahnhof gar keinen.

„Im Sekundentakt gehen Notrufe ein“, teilte das Landesfeuerwehrkommando Annea Steiermark mit. In Leibniz und in Deutschlandsberg beispielsweise werden viele Angriffsoperationen durchgeführt. 18 Freiwillige Feuerwehren mit 200 Feuerwehrleuten sind in Deutschlandsberg stationiert. Fast der ganze Distrikt außer dem südlichen ist mehr oder weniger betroffen. Derzeit gibt es Berichte über umgestürzte Bäume auf Straßen.

Autobahnblockaden – Bäume fielen auf die Straße

Infolge des Sturms wurden auf der A2 zahlreiche Bäume entwurzelt und stürzten auf die Fahrbahn, zudem wurde die Fahrbahn mit Erde beaufschlagt. Die A 2 ist daher in Kärnten in Richtung Italien seit kurz vor 16 Uhr gesperrt, der Verkehr wurde bei Wolfsberg Süd von der Polizei umgeleitet. „Zwischen Wolfsberg und Griffen müssen etwa 30 Bäume umgestürzt sein“, berichtet Autobahnmeister Robert Schrammel. „Im ersten Schritt haben wir die Stämme mit einem LKW und einem Schneepflug aus dem Weg geräumt. Die Bäume werden dann von der Feuerwehr gefällt, damit sie von einem Holzunternehmen abtransportiert werden können. Die Dauer des Verbots kann derzeit jedoch nicht bestimmt werden.

Wegen Stromausfall ist die Pak-Tunnelkette in beiden Richtungen gesperrt. Aus Sicherheitsgründen wird auf der Hauptstraße keine Umleitung vorgenommen.

Betroffen ist auch die A 9 Pyhrnautobahn in der Steiermark – an der Mautstelle Gleinalm stürzte ein Baum auf die Fahrbahn. Die A 9 ist daher in Richtung Graz gesperrt, der Verkehr wird von St. Michael über die S 6 Semmering Schnellstraße und die S 35 Brucker Schnellstraße. Umgestürzte Bäume zwischen Kalwang und Treglwang blockieren auch die Route Nord/Voralpenkreuz. Bei Kalwang wurde der Verkehr umgeleitet.

Im Raum Murau sind unter anderem die B96 und B97 unpassierbar. Laut ÖAMTC ist auch die Strecke zwischen Scheifling und Klagenfurt unterbrochen.

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