Wo ist Mama? Seit einer Woche muss Vlad, 14, hoffen und befürchten, dass seine geliebte Mutter wohlbehalten aufgefunden wird und er sie wieder umarmen kann. Jetzt ist der Alptraum endlich vorbei.
Petershagen / Berlin – Das Rätsel um das Verschwinden der Ukrainerin Alina A. (37) ist offenbar gelöst. Die zweifache Mutter ist zurück mit ihren Kindern!
Überprüfung: Am Ostermontag wollte sie mit der S-Bahn von Petershagen in Brandenburg (Märkisch-Oderland) zum Alexanderplatz (Berlin-Mitte) fahren. Dann verloren sich ihre Spuren. Sie suchten in sozialen Netzwerken nach Bekannten.
Jetzt die erlösende Nachricht: Alina geht es gut.
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Quelle: Lars Berg und Filip Piatov, 26. April 2022
Nach ersten Erkenntnissen der ermittelnden Polizei Straußberg fanden die Beamten sie sicher in der Wohnung ihrer Gastfamilie.
Sprecherin: „Sie war notfallmedizinisch nicht im Krankenhaus, wollte sich aber offensichtlich nach Verbindungen erkundigen, um in ihre Heimatstadt Berlin zu reisen.“
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Da sie nur Ukrainisch spricht und sich nicht in Berlin orientiert, orientiert sie sich in der Hauptstadt und verbringt Tage und Nächte auf den Straßen und Zügen.
Für die Polizei ist das Verfahren bereits abgeschlossen, es gibt keine Hinweise auf eine Straftat.
Während ihr Mann die Ukraine tapfer verteidigte, musste Alina A. mit ihren Söhnen vor Putins Krieg fliehen. Vor einem Monat kam die Ukrainerin aus Charkow nach Deutschland und wurde von einem älteren Ehepaar mit ihren Söhnen Vlad (14) und Nikita (16) sowie ihrer Mutter adoptiert.
Vlad (14) steht immer noch traurig am Bahnhof, wo seine Mutter in den Zug gestiegen ist. Dann verschwand sie, weil sie seinen Geburtstag nicht mit ihm feiern konnte
Foto: Jörg Bergmann
Am 18. April wollte Alina für zwei Stunden nach Berlin in die City Ost. Abschalten, Kaffee trinken. „Mama verabschiedet sich von mir“, sagt der kleine Vlad traurig, als sie noch weg war. „Tschüss, wir sehen uns später“, hatte Alina in ihrer Muttersprache gesagt. Dann verschwand sie spurlos.
Besonders traurig: Sie verpasste sogar den 14. Geburtstag ihres Sohnes. Vlad hatte seine Geburtstagswünsche längst vergessen. Die Sorge um seine Mutter ließ wenig Raum für andere Gedanken. Manchmal gelang es ihm und seinem Bruder, sich von der Familie abzulenken. „Wir kooperieren online mit unserer alten Schule in Charkow“, sagt Vlad.
Jetzt müssen sie sich keine Sorgen mehr machen – denn ihre Mutter ist da!
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Quelle: FOTO 19.04.2022
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