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Ukrainische Mütter müssen zum Arbeiten nach Kiew zurückkehren – Austria-News

Zwei ukrainische Mütter reisen zurück ins Kriegsgebiet. Sie haben Angst, sonst ihren Job zu verlieren.

Der Krieg in der Ukraine tobt seit mehr als zwei Monaten. Seitdem gab es Massenausbrüche, bei denen viele Frauen, Kinder und einige Männer das Kriegsgebiet aus Angst vor Putins Aggression verließen. Wie bereits bekannt wurde, müssen einige sogar in ihre Heimat zurückreisen.

Der Liveticker von „Heute“ über den Krieg in der Ukraine

Obwohl die russische Armee weiterhin Bomben auf mehrere ukrainische Städte wirft und die Situation daher alles andere als sicher ist, müssen zwei junge ukrainische Mütter nach Kiew zurückkehren. Günther Salzger, Leiter des Flüchtlingslagers in St. Michael, sagte der Kleinen Zeitung, die Frauen seien diese Woche von ihrem Arbeitgeber darüber informiert worden, dass sie bis zum 9. Mai zur Arbeit in der ukrainischen Hauptstadt zurückkehren müssten. Sonst würden sie ihre Jobs verlieren.

Betrug?

Die Frauen haben ihr Geld letzten Monat erhalten, aber das kann sich jetzt ändern. “Ich denke, ich sollte mit meinen Kindern nach Kiew zurückkehren”, sagte eine der beiden Frauen, die in ihrem Heimatland als Beamtin arbeitet.

Auch die andere Dame, eine Lehrerin, steht vor der schwierigen Entscheidung, ob sie dem Geschriebenen trauen soll. Die Echtheit des Briefes kann nicht vollständig bestätigt werden. Auch dem österreichischen Außenministerium ist eine solche Anordnung nicht bekannt und es wird davon ausgegangen, dass es in diesem Bereich immer wieder zu Falschmeldungen kommt.

Die Gemeinde würde Arbeitsplätze für Frauen schaffen

Für Salzger ist die Nachricht unverständlich: „Sie hat mir erzählt, dass 300 Meter von ihrem Haus in Kiew entfernt eine Bombe gefallen ist – und jetzt muss sie gegen die Kinder kämpfen?“. Zuvor hatte die Gemeinde St. Mikhail bemühte sich, Arbeit für Frauen in Österreich zu finden.

Dem Beamten würde eine Stelle bei AT&S angeboten, der Lehrer könnte an der örtlichen Schule anfangen. Mütter sind jedoch besorgt und ziehen es vor, in ihre Heimat zurückzukehren. „Mir wurde gesagt, dass sie mit ihren Kindern nach Kiew zurückkehren würden“, sagte Salzger.

Laut dem ukrainischen Honorarkonsul Friedrich Möstl zeigt der Brief, sofern er authentisch ist, das Verständnis der Ukraine für den Krieg: “Das Land muss weitermachen und braucht deshalb seine wichtigsten Mitarbeiter.” Andere Bundesangestellte und Manager von staatseigenen und halbstaatlichen Unternehmen sollen zur Rückkehr aufgefordert worden sein.

Nav-Account TK Zeit07.05.2022, 19:32 | Akt: 7. Mai 2022, 19:43 Uhr